Professor Menschlichkeit
Rudolf Likar ist der erste Mediziner am Lkh Klagenfurt, der außerhalb der Meduni die Berufsbezeichnung "Universitäts-Professor" erhält.
Es war nur ein kurzes Flugabenteuer. Aber Sohn Paul Likar (6) wusste: "Ich werde Hubschrauberpilot." Wenn er's wie Papa Rudolf handhabt, wird das nicht die einzige Berufung bleiben. Von der ärztlichen Leitung des Tiroler Militärkommandos bis zum Notarzt im Hubschraubereinsatz hat schon ein bissl was Platz.
"Universitäts-Professor".
"Nebenbei" habilitierte Likar an der Grazer Uniklinik (1999), baute am LKH Klagenfurt die angesehenen Bereiche Schmerzklinik und Palleativstation auf, er war Präsident der österreichischen Schmerzgesellschaft, etablierte sich in internationalen Gremien und ist jetzt der Erste im LKH Klagenfurt, dem extern - also ohne Anstellung an einer Meduni - und vor dem 50er die Berufsbezeichnung "Universitäts-Professor" vom Bundespräsidenten verliehen wurde.
"Kleines Rädchen". Bescheiden bezeichnet er sich als "kleines Rädchen". Und das ständig präsente Leid sieht er als Aufforderung an die Menschlichkeit. "Die Intensivmedizin, die immer mit Verlust zu tun hat, braucht Glauben. Der Berg Athos ist meine Energiquelle - wie Patienten, denen ich helfe. Auch mein Team und die Unterstützung meines Chefs geben Kraft."
Familie als Anker. Seine Familie (Frau Claudia, und Sohn Paul) ist sein Anker, die Gedanken des Schriftstellers Paulo Coelho sind seine Inspiration. "Wenn man offen mit den Patienten umgeht, dann verlieren sie die Angst. Man muss als Mediziner die Kraft haben, ihr Danke und die kleinen Zeichen des Lebens zu hören. Wenn man als Arzt aber frustriert durchs Leben geht, dann wird man dieses Danke nicht mehr hören."











