Tourismus in KärntenErfolg ist kein Selbstläufer

 

Billige Pauschalurlaube und fehlende Investitionen bildeten jenen verhängnissvollen Mix, der Kärntens Tourismus in den 1990er-Jahren Tiefpunkte bescherte. Gegen die im Aufwind segelnden Flugdestinationen schien lange kein Kraut gewachsen. Doch Kärnten zog sich selbst aus der Misere: Mit mutigen Unternehmern, die statt zu jammern Investitionen wagten, und, auch das sei gesagt, Politikern, die diese mit klugen Förderprogrammen stimulierten.

Über all diese Jahre war die Klagenfurter GAST ein Spiegel der Branche: Das Sommertourismusland, in dem jede sprichwörtliche Badewanne vermietet wurden, lebte viel zu lange von den Erfolgen der Vergangenheit. Tiefe Sorgenfalten waren die Folge. Das zufriedene Lächeln dieser Tage ist eine noch junge Errungenschaft.

Politik und Wirtschaft stellen jetzt die Weichen, damit es so bleibt. Die Trendumkehr gelang, der Aufholbedarf bleibt aber groß.

Ansätze dazu finden sich auf vier Seiten im Regierungsprogramm. Etwa Digitalisierung als absolutes Muss, ebenso der Ausbau von Infrastruktur wie Radwege und Flugverbindungen. Ohne Mitarbeiter ist jedoch alles nichts: Sie sind es, die Gastfreundschaft authentisch leben. Fachkräfte zu begeistern ist die wohl größte Herausforderung, die der Tourismus heute zu bewältigen hat.

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