Förderantrag38 Stationen für die Kultur

 

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“, wusste schon Karl Valentin. Wie viel Arbeit Kultur tatsächlich machen kann, zeigt nun der Landesrechnungshof: Für die Erledigung eines einzigen Förderantrages sind in der Kulturabteilung 38 Stationen (!) von der Antragstellung bis zur Nachprüfung notwendig.

Zur Illustration, wie es Kulturschaffenden damit geht, ein Beispiel: Für seinen Krimi „Wer zuletzt lacht“ wurden dem Autor Wilhelm Kuehs 1500 Euro Subvention für die „Herausgabe des Romans“ gewährt. Das Buch ist längst erschienen (und zwar mit dem Logo des Landes in 5000 Exemplaren). Kürzlich kam überraschend die Aufforderung, einen Großteil der Subvention zurückzuzahlen. Er habe nicht richtig abgerechnet, weil er unter anderem Belege für Kontaktlinsen und Bürosessel eingereicht hatte. Kuehs fragt sich nicht zu Unrecht: „Warum reicht nicht wie in Tirol oder beim Bund der Nachweis der erbrachten Arbeit?“ Für Kuehs soll es mit der Kulturabteilung eine Lösung geben.

Fakt bleibt aber: Kulturschaffende und -vereine leiden unter langen Wartezeiten, hohem Arbeitsaufwand und finanzieller Unsicherheit. Höchste Zeit, dass der Aktenlauf gestrafft wird. Damit sich alle auf das konzentrieren können, warum es eigentlich geht: die Kultur.

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