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Zuletzt aktualisiert: 28.06.2012 um 13:42 Uhr

"Eh schon wurscht" gilt nicht!

Ernährung und damit verbundene Probleme sind in aller Munde. Kompetente Ernährungsberatung hilft – unter Berücksichtigung der Persönlichkeit und der Lebenssituation.

Theorie und Praxis vereint: Durch gute Ernährungsberatung lässt sich das Ernährungswissen in richtiges Ernährungsverhalten umsetzen

Foto © FOTOLIATheorie und Praxis vereint: Durch gute Ernährungsberatung lässt sich das Ernährungswissen in richtiges Ernährungsverhalten umsetzen

Hand aufs Herz: Gewohnte Bahnen verlässt man ungern – und dementsprechend selten. Ganz besonders gilt dies für die persönliche Ernährungsweise. Dennoch oder wahrscheinlich gerade deshalb ist dieses Thema vor allem in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde.

Die Theorie ist auf den ersten Blick einfach: Jeder weiß, dass ausgewogene Ernährungwesentlich zur Gesundheit beiträgt und das persönliche Wohlbefinden erhält – und dennoch ist gerade das Essen ein sehr intimer Bereich, der sich am persönlichen sozialen Umfeld orientiert und eine Art Lebensstil ausdrückt, die immer eine Geschichte hat.

Übergewicht & Co.

Hat man sich – zum Beispiel aufgrund von Übergewicht – dazu entschlossen, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, sei ein Berater mit Gewerbeschein empfohlen. Was die (zukünftigen) Klienten erwartet? Kompetente Beratung geht sehr behutsam und individuell vor. Oft hilft es schon in einem ersten Schritt, über seine Probleme reden zu können, Beschwerden zu beschreiben – nicht als Placebo-Effekt. Hier wird der "Heilungsprozess" von der Psyche aus gestartet. Es gilt: Die richtige Einschätzung ist das Um und Auf, auch in der Ernährungsberatung. Wichtig ist es, den eventuellen bisherigen "Leidensweg" zu kennen: Welche Maßnahmen wurden schon gesetzt, was hat wie wann gewirkt?

Spezialisiertes Fachwissen

Das weitere Vorgehen hängt wesentlich von der Vorgeschichte ab: Im Idealfall kommen Klienten bereits mit einer Idee, was sie tun wollen, zur professionellen Ernährungsberatung. Dabei hat jede(r) seriöse(r) Berater(in) seine Schwerpunkte und Spezialgebiete – suspekt wäre es, wenn ein Ernährungsberater quasi "alles kann".

Übrigens: Mit Ausnahme von Zöliakie, genetisch angelegten Krankheit und ganz wenigen, "wirklichen" Allergien (Milch-Eiweiß, Sellerie, Erdnuss) können viele Beschwerden (etwa Hautausschläge etc.) oft durch eine vollwertige Ernährung mit frischen Lebensmitteln und ohne Fertigprodukte (E-Nummern!) gelindert werden, auch Übergewicht. Das bewährte Rezept aus Expertenhand gilt immernoch: Vollkornbrot statt Semmel. Dementsprechend die offizielle Ernährungsempfehlung der österreichischen, deutschen und schweizerischen Gesellschaft für Ernährung: maximal zwei Mal wöchentlich Fleisch (je 15 Dekagramm) – denn vor allem beim Fleischkonsum liegt der Fokus auf Menge und Qualität.

Optionen offen lassen

Wohlgemerkt sind dies Empfehlungen, keine Gebote, denn: Wichtig ist es, ganz viele Optionen offen zu lassen, nichts von außen aufzuzwingen. Bei Verhaltensänderungen sollte man sich immer einen Plan B überlegen – "eh schon wurscht" gibt es nicht. Egal, worum es geht – etwa auch in Sachen Bewegung. Dies hängt aus Sicht von Ernährungsberatern auch mit dem Selbstbewusstsein zusammen. Die gute Nachricht: Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels. Denn wer zum Beispiel eine neue, gesündere Ernährungsweise rund sechs Monate lang durchhält, dem ist sie meist in das eigene Verhalten übergegangen.


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Ernährungsberatung richtet sich unter anderem derem an Übergewichtige, Schwangere, Stillende, bei Abmagerung, Unverträglichkeiten, Stoffwechselstörungen, nach Operationen, ...

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