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    Zuletzt aktualisiert: 21.04.2008 um 08:18 Uhr

    Das Gewitter in Kopf und Körper

    Warum das Frühstück Migräne bremst, Stress das Hämmern im Kopf fördert und Ausdauersport vorbeugt. So helfen Sie sich bei Migräne.

    Foto © pixelio.de | Uta Herbert

    "Nicht jetzt, Liebling, ich habe Migräne." Dieser Satz steht, mit einem Augenzwinkern, noch immer für die große Ausrede im Bett. Zu Unrecht. " Migräne ist eine eigenständige neurologische Erkrankung", sagt Anita Lechner, Neurologin und Schmerzexpertin am LKH Graz. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst:

    Wann spricht man von Migräne?
    Wenn es sich um wiederkehrende schwere, pochende und pulsierende Kopfschmerzattacken handelt - "die schon mindestens fünf Mal aufgetreten sind", sagt Lechner (siehe Grafik rechts).

    Wie äußert sich die Krankheit?
    "Mit vielen unterschiedlichen Begleitsymptomen wie etwa Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Rückzugsbedürfnis. Bei einem Teil der Betroffenen entwickeln sich so genannte Auren. Das sind neurologische Begleitstörungen. Am häufigsten treten Sehstörungen, Zickzack-Linien, Lichtblitze bis hin zum Sehverlust, aber auch Schwindel, Wortfindungs- oder Gefühlsstörungen auf."

    Ist Migräne tatsächlich ein typisches Frauenleiden?
    Nein, aber Frauen leiden doppelt so häufig daran wie Männer - vor der Pubertät tritt Migräne bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf. "Bei Frauen sind es zwischen zwölf und 14 Prozent, bei Männern zwischen sechs und acht Prozent", so die Fachärztin. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Migräne und weiblichen Geschlechtshormonen mit unterschiedlicher Charakteristik in den verschiedenen Lebensphasen der Frau (Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit, Menopause). Häufig tritt Migräne während der Menstruation auf.

    Ist Migräne psychisch bedingt?
    "Nein, es handelt sich um keine psychische Erkrankung." Begleiterkrankungen psychischer Natur wie Depressionen oder Angststörungen kommen jedoch etwas häufiger vor. "Psychosozialer Stress dagegen fördert in vielen Fällen die Symptome", betont Lechner und nennt zu wenig Schlaf, Stress im Job oder zu wenig Freizeit als wichtige Komponenten. Das Gewitter im Kopf trifft die Patienten meist in der "Blüte" ihres Lebens - zwischen 20 und 45 Jahren, wenn man mitten im Leben steht - und bedingt oft einen erheblich eingeschränkten Alltag.

    Lässt sich Migräne heilen?
    Migräne begleitet einen Betroffenen das ganze Leben lang. "Aber mit einer gut eingestellten medikamentösen Therapie (siehe unten) lassen sich die Attacken bei zwei Drittel der Patienten sehr gut behandeln", so Lechner. Erschwerend: Migräne hat viele Gesichter. Jeder leidet anders. Deswegen ist die individuelle Therapie (gemeinsam festgelegt von Arzt und Betroffenen) so wesentlich. Wie wird die Diagnose gestellt? "Je früher eine exakte Diagnose vorliegt, desto besser." Entscheidend sind die Befragung des Patienten und die neurologischen Untersuchungen. Hilfreich ist ein Migränetagebuch. Wichtig: Den Kopfschmerz als Symptom einer anderen schweren Erkrankung auszuschließen. Ob weitere Untersuchungen notwendig sind, wird im Einzelfall entschieden."

    Julia Schafferhofer

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