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    Zuletzt aktualisiert: 14.04.2008 um 08:53 Uhr

    Große Operationen, kleine Narben

    Mehr Operationen über die Bauchspiegelung und kürzere Liegezeiten: Gynäkologie setzt verstärkt auf patientenschonende Maßnahmen.

    Foto © APA | Klemenz H.P.

    Vier bis fünf Schnitte in der Bauchdecke - nicht länger als ein paar Millimeter - sind erforderlich, um eine Kamera und die Operationsinstrumente in den Bauchraum einzuführen. Der Chirurg sieht den Operationsbereich direkt am Monitor. Laparoskopie nennt sich diese Operationsmethode über eine Bauchspiegelung, die weltweit in den meisten Kliniken längst zum chirurgischen Standard gehört.

    Krebsoperationen. Künftig werden mit dieser Methode - auch als minimal invasive Chirurgie oder Knopflochchirurgie bezeichnet - in der Abteilung für Gynäkologie der Universitätsklinik Graz auch ausgedehnte Krebsoperationen durchgeführt. "Seit mehr als einem Monat operieren wir in der Gynäkologie mit der laparoskopischen Technik", erklärt der Gynäkologe Arnim Bader, der sich diese Technik an der Berliner Charite, einer der größten Universitätskliniken Europas, angeeignet hat. "Wenn Organe wie Gebärmutter, Eierstöcke und Lymphknoten entfernt werden müssen, erfolgt das über die Scheide. Ein zusätzlicher Schnitt ist nicht notwendig."

    Die positiven Effekte. Vorteile bringt diese Operationsmethode vor allem der Patientin. "Sie erspart ihr große Bauchnarben und Komplikationen bei der Wundheilung", betont der Mediziner. Sofern es keine Probleme gibt, kann die Patientin vier Tage nach einer Gebärmutterkrebsoperation nach Hause gehen. Nach einer Bauchdeckenöffnung muss sie bis zu 14 Tage im Krankenhaus bleiben.

    "Fast Track". Auch in der Patientenversorgung will die Gynäkologie der Uniklinik Graz künftig neue Wege gehen: Und zwar mit der Einführung von "Fast Track", einem Konzept, das in Dänemark entwickelt wurde und den Patienten nach einer Operation schneller wieder auf die Beine hilft. Verantwortlich für die Umsetzung in Graz ist der Gynäkologe Karl Tamussino.

    Zusammenarbeit. In der Praxis bedeutet das: "Der Patient wird nicht mehr mit einer Darmentleerung auf den Eingriff vorbereitet und schon ein paar Stunden nach der Operation wieder mobilisiert. Dadurch können die Patientinnen schon einen Tag nach einer Gebärmutterentfernung nach Hause", erklärt Bader. Nüchternheit und ein langsamer Kost-Aufbau würden die Patienten schwächen und seien aus medizinischer Sicht nicht notwendig. Damit "Fast Track" funktioniert, müssen Chirurgie, Anästhesie, Intensivmedizin und Pflegepersonal zusammenarbeiten.

    Petra Prascsaics

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