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Zuletzt aktualisiert: 05.04.2008 um 10:19 Uhr

Das Wundermittel Sport

Von Alzheimer bis Diabetes: Das Team um Sportwissenschaftler Karl Sudi liefert Ihnen zwölf gute Gründe für ein bewegtes und gesundes Leben.

Bewegung und frische Luft - eine perfekte Kombination

Foto © ReutersBewegung und frische Luft - eine perfekte Kombination

1. Waschbrett- statt Bierbauch: Regelmäßige Bewegung schützt vor dem gefährlichen Körperfett im Bauchraum, das als Warnsignal für Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck gilt.

2. Laufen ist herzlichst empfohlen! Denn insbesondere Ausdauersport erhält die Pumpfunktion des Herzens. Selbst bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hilft Training noch. Nach vier Wochen könnten die Herzgefäße ungefähr bis zu 30 Prozent mehr Blut transportieren.

3. Krafttraining schützt vor Diabetes Typ 2. "Es verbessert die Insulinsensitivität und steigert nachweislich die Aufnahme von Glukose in die Muskelzelle", sagt Karl Sudi, Leiter des Instituts für Sportwissenschaften an der Universität Graz. Leiden Sie bereits an Diabetes, verbessert Sport die glykämische Kontrolle. Diabetische Kinder und Jugendliche dürfen mehr Broteinheiten essen.

4. Sport senkt das "böse" LDL-Cholesterin. Wie? "Das so genannte sympathische Nervensystem, das Herz- und Blutgefäße steuert, beginnt, sich zu entspannen, der Blutdruck sinkt, das gute HDL-Cholesterin steigt."

5. Muskeltraining macht schlau. Ganz nach dem Motto ein gesunder Geist steckt nur in einem gesunden Körper. Warum? Bewegung ist für die Bildung neuer Nervenzellen nötig, die als besonders lernfähig gelten. Das Duo Kraft und Ausdauer beugt effektiv Alzheimer vor.

6. Ballspiele machen Sie zum besseren Autofahrer! Kein Witz. Schnelle Disziplinen wie Fußball und Co. schulen Wahrnehmungs-, Reaktions- und Aktionsfähigkeit. Eigenschaften, die besonders im Straßenverkehr von uns gefordert werden.

7. Kraftsport ist ein Jungbrunnen. Muskelschwund lässt sich selbst in hohem Alter noch durch leichtes Training verhindern. Er wirkt sich auch positiv auf das knöcherne Gewebe aus.

8. Zirkeltraining macht satt. Sudi: "Regelmäßiges, intensives Training mit intervallartigen Belastungen reduziert den Anteil an Körperfett unter der Haut und reguliert den Hunger- und Sättigungsmechanismus im Gehirn."

9.Walken bremst Osteoporose. Wer Koordination und Beweglichkeit regelmäßig trainiert, beugt nicht nur Osteoporose vor, sondern kann auch aktiv gegen die Symptome ankämpfen.

10. Klettern Sie die Karriereleiter hinauf! Sudi: "Erlebnisorientierte Bewegung fördert die Entwicklung und Ausbildung sozialer Kompetenzen." Tauchen, Klettern, Wandern oder Segeln zum Beispiel machen Sie also zum besseren Teamplayer.

11. Sport statt Schönheits-Operation. Eine der schönsten Nebensachen eines einstündigen Laufes ist es, dass man seinen Körper danach spürt. "Mit Bewegung lässt sich der eigene Körper wieder entdecken und positiv erleben", betont der Experte.

12. Ausdauernd männlich sein: Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder Nordic Walking sind das beste Rezept bei männlicher Impotenz. Wie eine Langzeitstudie an über 1000 Testpersonen gezeigt hat, ist regelmäßige körperliche Aktivität eine medikamentenfreie Methode, die wirkt.

Julia Schafferhofer

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