Alcopops lassen Pickel sprießen
Alcopops sind der süße Weg in den Missbrauch: Der versteckte Alkohol fördert das Suchtverhalten, macht Pickel und kann das Wachstum beeinträchtigen.

Foto © APA
Sie sind süß, sie sind bunt, sie sind beliebt: Alcopops - hochprozentiger Alkohol mit süßen Limonaden fix fertig in einer Flasche gemixt - sind die Lieblingsgetränke vieler Jugendlicher. Aber was so harmlos ausschaut und so süß schmeckt, ist gar nicht cool: Alcopops sind die Einstiegsdroge zum Alkoholmissbrauch, der hinter Süßstoffen versteckte Alkohol kann fatale Folgen für Entwicklung und Wachstum haben.
"Alcopops sind eine große Gefahr", bestätigt auch Sandra Wallner-Liebmann, Ernährungsexpertin an der MedUni Graz. Schließlich enthalten die kleinen Flaschen bis zu 15 Gramm Alkohol, was der Menge von zwei Schnäpsen entspricht. Und meist bleibt es nicht beim "Genuss" einer Flasche.
Aromatisiert, gesüßt, gefärbt: Expertin Wallner-Liebmann kritisiert auch den hohen Zuckergehalt - bis zu 12 Stück Würfelzucker pro Flasche! Damit bringt es eine Flasche schon auf 200 Kilokalorien. Und die Folgen für den jugendlichen Körper können fatal sein: Alkohol beeinträchtigt die Entwicklung der Gehirnzellen. Außerdem lernt das Gehirn Alkohol als Belohnung kennen, damit steigt die Suchtgefahr massiv. Auch auf den Hormonhaushalt Jugendlicher hat Alkohol Einfluss: Das Knochenwachstum wird gestört, so wird auch das Wachstum beeinträchtigt. "Zucker und Alkohol lassen Pickel sprießen", erklärt Wallner-Liebmann, dass Alkohol gar nicht attraktiv macht. Durch die großen Mengen Zucker und Kohlensäure in Alcopops wird der Alkohol vom Körper leicht aufgenommen - gerade bei Jugendlichen, denen Enzyme zum Abbau noch fehlen, verläuft so der Alkoholabbau im Körper langsamer. Klingt alles nicht so cool, oder?
















