Was schlechtes Essen auslöst
Ernährung ist Erziehungssache: Gesundes Essen muss gelernt werden. So wird's zur Selbstverständlichkeit und schmeckt auch. Die Folgen schlechter Ernährung sind erschreckend.

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Der Vorstoß sorgte für Aufruhr: Ein Fast-Food-Verbot für Schulbuffets hat die steirische Gesundheits-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder gefordert, Reaktionen gab es österreichweit. Diese reichten von Zuspruch aus der Bevölkerung bis Skepsis, ob Verbote allein ausreichend seien. "Wir setzen auf Bewusstseinsbildung", hieß es zum Beispiel aus Wien.
Dass die Bewusstseinsbildung für gesunde Ernährung schon viel früher beginnen muss, unterstreicht Ernährungsexpertin Sandra Wallner-Liebmann: "So bald Kinder selbst essen, kann man sie zu gesunder Ernährung erziehen." Hier liegt die Chance, gesunde Kost zur Selbstverständlichkeit zu machen, denn: Auch das Essverhalten wird im Kleinkindalter erlernt. Und nicht nur das: "Unser Geschmacksarchiv wird von klein auf geschult", sagt Wallner-Liebmann. Das heißt: Gesunde Geschmäcker sollten positiv bewertet werden - "die Lieblingsspeisen der Kindheit bleiben ein Leben lang."
In Bezug auf die Nährstoffe hat Fast Food einen Nullwert, dafür sind neben dem hohen Kalorienanteil gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker im Übermaß enthalten. "Es ist unmöglich, mit Fast Food alle Nährstoffe aufzunehmen, die der Körper braucht", sagt Wallner-Liebmann.
Fast Food - Das sind die Folgen für den Körper
Gehirn schrumpft
Zu viel ungesundes Essen lässt ganze Gehrinregionen schrumpfen - und dadurch werden schlechte Essgewohnheiten noch verstärkt. Zwei aktuelle Studien zeigen einen gefährlichen Teufelskreis: Am Beginn steht die schlechte Ernährung. Hirnregionen, die u.a. für die Appetitregelung zuständig sind, sind oft bei Menschen, die zum Dickwerden neigen, verkleinert - das Übergewicht führt zu Entzündungen im Nervensystem, die diese Hirnareale weiter schädigen.
Leber wird geschädigt
In einer schwedischen Studie aßen Menschen zweimal täglich Fast Food. Sie nahmen nicht nur 6,5 Kilo im Monat zu, sondern wiesen auch Leberschäden auf. Die Gründe für den Leberschaden sind viel Zucker und tierische Fette: Durch das Überangebot baut die Leber vermehrt Fette ein, wodurch eine Fettleber entsteht. Die Folgen: Diabetes und Herzkrankheiten.
Pickel sprießen
Dass Übergewicht und Akne (Akne vulgaris) zusammenhängen, ist schon lange bekannt. Neue Studien zeigen nun auch einen Zusammenhang von Akne und Lebensmitteln mit wenig essenziellen Fettsäuren und viel Zucker: Die Folgen sind vermehrte Keratineeinlagerung und erhöhte Talgproduktion. Es bilden sich Follikel, die sich entzünden und zu Eiterbeulen führen.
Kalziumräuber
Es ist das Zuviel an Salz im Fast Food, das unseren Knochen das Kalzium raubt und sie brüchig macht. Eine knochenfreundliche Ernährung braucht vor allem viel Kalzium: Milch und Milchprodukte, Spinat und Brokkoli, sowie Vollkornprodukte sind wichtige Kalzium-Lieferanten. Besonders wichtig für Knochen und Zähne sind auch Vitamin D und K. Vitamin D wird von Körper mit Hilfe der Sonne (geringe Einstrahlung reicht aus) hergestellt. Vitamin K ist wie Kalzium in Milchprodukten und grünem Gemüse enthalten.
Gefäßverschluss
Die Gefäßwände werden durch fette und vitaminarme Ernährung besonders geschädigt. Es kommt zu Ablagerungen, wordurch die Gefäße ihre Elastizität verlieren. Die Folge: Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zum Herzinfarkt. Außerdem fehlt durch mangelhafte Ernährung der Gefäßschutz. Zudem schüttet das Fettgewebe Hormone aus, die den Zustand der Gefäße noch verschlechtern.

















