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    Zuletzt aktualisiert: 18.11.2011 um 15:48 Uhr

    Apotheken bieten Sicherheit

    Gefälscht, giftig und ohne Informationen, aber billig und schnell über das Internet. Österreichs Apotheker warnen erneut vor dem Kauf illegaler Internetmedikamente.

    Bittere Pillen

    Foto © DREAMSTIMEBittere Pillen

    Von der Potenzpille Viagra über Nahrungsergänzungsmittel, Krebsmedikamente und Antibiotika bis hin zum Cholesterinsenker: Alles wird gefälscht! In gezielten Kontrollen des Zolls wurden im Vorjahr EU-weit 34 Millionen gefälschter Tabletten sichergestellt, womit sich die Zahl der aufgegriffenen illegal eingeführten Medikamente in einem Jahr verdreifacht hat. Das Problem geht aber weit darüber hinaus, dass Konsumenten betrogen werden. Nichtwissen über die Zusammensetzung der Medikamente kann lebensbedrohlich sein, wie es kürzlich ein dramatischer Fall zeigte: Eine junge deutsche Frau bestellte im Internet ein als besonders wirksam angepriesenes Schlankheitsmittel. Sie starb kurz nach der Einnahme.

    Für Konsumenten ist schwer bis gar nicht zu erkennen, wer hinter den professionell aufgestellten Webseiten steht, die Sicherheit und Vertrauen vortäuschen. Bei Internetmedikamenten weiß man nicht, ob drin ist, was drauf steht, welche Wirkstoffe das Arzneimittel enthält oder ob es überhaupt eine Wirkung aufgrund falscher Dosierung gibt? Die Apothekerkammer weist darauf hin, dass Patienten nur dann sicher sind, wenn sie ihre Medikamente aus einer öffentlichen Apotheke in Österreich beziehen. Dort gibt es keine gefälschten Medikamente!

    Aber nicht nur das gefälschte Medikament, sondern auch die Selbstmedikation ohne Beratung birgt Gefahren: Wie die "New York Times" meldet, verursachen falsch eingenommene Arzneimittel bereits 28 Prozent aller Spitalsaufnahmen in den USA. Jeder fünfte Todesfall sei auf den giftigen "Cocktail" aus gefährlicher Selbstmedikation, Überdosierungen und Wechselwirkungen zurückzuführen. Das als liberal geltende Zeitung hat die Ursachen der Entwicklung recherchiert und kommt zum Schluss, dass "Internet-Versandhandel von Arzneimitteln, die Etablierung von Ketten-Drug-Stores einzelner Konzerne und die Auflösung des geordneten Apothekensystems verantwortlich für tödliche Giftmischungen sind."

    Der sichere Umgang mit Medikamenten braucht die kompetente Beratung, im Vertrieb klare Regeln wie die Rezeptpflicht, den Apothekenvorbehalt und eine lückenlose Logistikkette vom Erzeuger über den Großhandel und die Apotheke bis zum Anwender. Österreich hat ein international anerkanntes, qualitätsvolles und kostengünstiges Gesundheitssystem, das ein Höchstmaß an Arzneimittelsicherheit gewährleistet.


    Apothekertipp

    Zahl vom Zoll. Wer Arzneimittel im Internet bestellt, muss nicht nur mit tage- bis wochenlangen Lieferzeiten rechnen, er verzichtet auch auf fachkundige Beratung. Zudem kann man sich nie sicher sein, ob man ein echtes Medikament oder eine Fälschung erworben hat. Laut Auskunft des österreichischen Zolls sind 95 Prozent der aufgegriffenen Medikamente aus dem Internet Fälschungen.

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