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    Zuletzt aktualisiert: 08.02.2008 um 20:20 Uhr

    Bis die Knochen brechen: Was Russinnen für lange Beine in Kauf nehmen

    Durch die schmerzhafte Verlängerung der Unterschenkel können bis zu 15 cm an Körpergröße gewonnen werden.

    Viele Russinnen glauben, dass längere Beine ihre Chancen in Beruf und Karriere verbessern

    Foto © APViele Russinnen glauben, dass längere Beine ihre Chancen in Beruf und Karriere verbessern

    Beinbruch für mehr Schönheit: In der russischen Stadt Kurgan lassen sich junge Frauen in einem schmerzhaften Verfahren die Unterschenkel verlängern, um angeblich bessere Chancen in Liebe und Beruf zu besitzen. Die heute weltweit angewandte Methode wurde zu Sowjetzeiten von dem Arzt Gawril Ilisarow in Kurgan entwickelt, um Geburtsfehler zu operieren.

    "Beine aus Kurgan". Dabei werden erst Knochen geknackt, dann müssen Patientinnen ein halbes Jahr ein orthopädisches Gestell tragen. Das Ergebnis lässt sich sehen - und messen: Bis zu 15 Zentimeter höher gehen die Frauen danach durchs Leben. Längst sind "Beine aus Kurgan" zum festen Begriff in Russland geworden.

    Folgen. Allerdings werden auch Warnungen vor der Operation laut. "Das Problem ist, dass Sie nicht nur das Bein, sondern auch Nerven und Muskeln verlängern müssen. Manchmal geht das schief", meint etwa der Spezialist Ziyad Al Chiriki aus Damaskus. Russische Experten warnen ganz grundsätzlich vor möglichen Folgen des Eingriffs wie Thrombosen, Entzündungen und später unschönen Proportionen. Zudem unterstreichen sie, dass sich Probleme in Liebe und Beruf nicht allein auf einem OP- Tisch lösen ließen.

    Großes Interesse. Das Interesse an der Ilisarow-Klinik in Kurgan sei auch im Ausland groß, bestätigt Vize-Direktor Arnold Popkow in einem Interview des Moskauer Magazins "Argumenty i Fakty". Besonders aus Japan und Südkorea, wo sich ebenfalls viele Mädchen operieren lassen, kämen Chirurgen zum Studium in die Stadt im Ural-Gebiet mit ihren 330.000 Einwohnern.


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    Für den perfekten Körper werden oft Operationen in Kauf genommenFoto © APA

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