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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2008 um 06:22 Uhr

Maßvolles Sonnenlicht erhöht Überlebenschancen bei Krebs

Laut einer US-Studie wirkt sich das bei ultravioletter Strahlung produzierte Vitamin D positiv auf eine Heilung aus.

Menschen in sonnenreichen Gegenden haben zwar ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, die Wahrscheinlichkeit zu sterben ist allerdings geringer

Foto © APA | How Hwee YoungMenschen in sonnenreichen Gegenden haben zwar ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, die Wahrscheinlichkeit zu sterben ist allerdings geringer

Der positive Effekt maßvoller Sonneneinstrahlung auf Menschen mit Vitamin-D-Mangel ist nach einer neuen Studie größer als das dadurch entstehende Risiko einer Hautkrebserkrankung. Die Verfasser der am Montag in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academies of Science" veröffentlichten Studie fanden heraus, dass ein gesunder Vitamin-D-Haushalt mit verbesserten Überlebenschancen bei Krebspatienten einhergeht.

Weniger Tote in sonnigen Ländern. Das Vitamin wird von der Haut bei bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht produziert. Bei Menschen in sonnigen Gegenden, die Schätzungen zufolge einen höheren Vitamin-D-Spiegel haben, war laut Studie die Wahrscheinlichkeit an einer Krebserkrankung zu sterben signifikant geringer als bei Bewohnern nördlicher Regionen.

Zellwachstum gehemmt. In der Studie verglichen Forscher aus Norwegen und den USA bei Testpersonen aus verschiedenen Breitengraden die durch Sonneneinstrahlung im Körper entstandene Menge von Vitamin D mit der jeweiligen Anzahl von Krebserkrankungen und damit verbundenen Todesfällen. Die gewonnenen Daten bestätigten frühere Studien, wonach Vitamin D einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf bei Krebspatienten habe, sagte der Biophysiker Richard Setlow, einer der Autoren der Studie. Wie genau das sogenannte "Sonnenvitamin" gegen Krebs schützt, ist noch unklar. Experten vermuten, dass es das unkontrollierte Zellwachstum hemmt.

Höheres Risiko, höhere Überlebenschancen. Der Studie zufolge produzieren Australier durchschnittlich 3,4 Mal mehr Vitamin D als die Bewohner Großbritanniens, im Vergleich mit den Skandinaviern ist dieser Wert sogar fünfmal höher. Das Krebsrisiko ist nach Angaben der Forscher in südlichen Gefilden zwar höher, im Vergleich zu nördlichen Gegenden sind aber auch die Überlebenschancen besser. Australier bekommen also öfter Krebs als die Briten und Skandinavier, haben demnach jedoch bessere Aussichten, die Krankheit zu besiegen. Setlow betonte, dass der Vitamin-D-Spiegel jedoch nicht nur durch Sonnenlicht, sondern auch durch Vitamintabletten oder Lebertran erhöht werden könne.


Fakten

Krebs bezeichnet in der Medizin einen bösartigen Tumor. Umgangssprachlich werden auch die bösartigen Hämoblastosen als Krebs, wie z. B. Leukämie als "Blutkrebs" bezeichnet.

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