Alkohol-Konsum in Österreich über OECD-Durchschnitt
Der Alkohol-Konsum und die Herzinfarkt-Sterblichkeit liegen in Österreich deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Foto © APAÖsterreich liegt im Alkohol-Verbrauch hinter Großbritaniien und Dänemark
Die OECD hat den Alkohol-Konsum - ein Risiko-Faktor für
Herzerkrankungen - einem Ländervergleich unterzogen, wobei der
Verkauf pro Einwohner ab 15 Jahren als Maßstab genommen wurde. Unter
30 Staaten erreichte Luxemburg mit einem auf diese Weise errechneten
Pro-Kopf-Verbrauch von 15,5 Litern den "Höchstwert". Das liege aber,
so die OECD, an der großen Menge, die an Nicht-Luxemburger verkauft
wird.
11,1 Liter pro Kopf. Im OECD-Durchschnitt macht der Pro-Kopf-Verbrauch 9,5 Liter pro
Jahr aus, in Österreich 11,1 Liter, was Rang zehn ergibt, und zwar
hinter Großbritannien und Dänemark (je 11,3 Liter) und vor Belgien
(10,7 Liter). Die meisten abstinenten Menschen leben in der Türkei:
Dort werden pro Kopf und Jahr nur 1,3 Liter Alkohol verkauft.
Koma-Trinken im Vormarsch. Diese Zahlen bieten nur die Basis für Erkenntnisses zum
Trinkverhalten im Langzeit-Vergleich, nicht jedoch auf
Trinkgewohnheiten, erläutert die OECD und weist in diesem
Zusammenhang auf die Gefahren des Koma-Trinkens hin. Dieses Verhalten
sei in einigen Ländern und sozialen Gruppen - besonders Burschen -
auf dem Vormarsch.
"Gesundheit auf einen Blick 2007". Außerdem hat die OECD auch die Herzinfarkt-Sterblichkeit untersucht. In Österreich sterben zwölf Prozent der
Patienten mit akutem Herzinfarkt in den 30 Tagen nach ihrer
Einlieferung ins Krankenhaus. Das sind um 1,8 Prozentpunkte mehr als
im Durchschnitt von 24 OECD-Ländern. Das geht aus der Untersuchung
hervor, welche die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung unter dem Titel "Gesundheit auf einen Blick 2007" am
Dienstag veröffentlichte.
Österreich vor Korea. Innerhalb der 24 Staaten nimmt Österreich damit den drittletzten
Platz ein - vor Korea mit einer Sterberate von 18,5 und Mexiko mit
einer solchen von 24,5 Prozent. Die Spitzenreihungen gehen an
Neuseeland sowie Australien, Island und Dänemark, wo 5,4 bzw. 6,4
Prozent der Herzinfarkt-Patienten im Spital sterben. In Deutschland -
einen Rang vor Österreich - sind es 11,9 Prozent, in der Slowakei
ebenso wie in der Alpenrepublik zwölf Prozent.
Substantielle Verbesserung. Die Rate der tödlichen Herzinfarkte habe noch in den 80er Jahren
rund 20 Prozent betragen, heißt es in dem OECD-Bericht. Dass die
Quote jetzt bei zehn Prozent liege, stelle eine substanzielle
Verbesserung dar. Dem aktuellen Vergleich liegen Daten von 2005
zugrunde.

















