Reizthema Hustensaft
Warnung vor Hustensaft-Überdosierung - und welche Hausmittel Kindern helfen.

Foto © APAZuviel Hustensaft ist nicht ungefährlich.
Ist Hustensaft doch kein harmloses Mittel? Die US- Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) warnte nun vor frei verkäuflichen Hustensäften für Unter-Sechsjährige, nachdem Kinder daran gestorben waren. "Wahrscheinlich an einer Überdosierung", vermutet Wilhelm Kaulfersch, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Klagenfurt. Warum Hustensaft nicht gleich Hustensaft ist, wann Kinder zum Arzt müssen und was man tatsächlich gegen Husten tun kann:
Unterschiede. "Man unterscheidet vier Mittel, manchmal werden sie auch miteinander kombiniert", sagt Kaulfersch und zählt auf: Schleimverdünnende (erleichtern das Abhusten), abschwellende (verengen die Blutgefäße), allergiedämpfende (abschwellend), hustenunterdrückende (hemmen den Reiz im Gehirn).
Zum Arzt. "Hustende Kinder unter dem zweiten Lebensmonat müssen immer zum Arzt", warnt Kaulfersch. Ab dem zweiten Monat: Wenn Husten zu Atemnot führt, schmerzt, von Keuchen, Erbrechen und Blauwerden begleitet wird. Wenn er länger als eine Woche dauert, mit Fieber einhergeht. Und: Wenn Kleinkinder nicht mehr trinken und die Windeln auffallend trocken bleiben.
Hausmittel. "Österreichische Kinderärzte sehen heute den Einsatz vieler Hustensäfte kritisch", so Kaulfersch. "Sie raten ohne vorherige ärztliche Untersuchung davon ab." Hausmittel hingegen werden empfohlen: Bei trockenem Husten etwa Milch mit Honig und Tees aus Heilkräutern (Thymian, Malvenblüten, Eibisch) Bei feuchtem Husten: Anis, Lakritze, Huflattich, Thymian.
Features
Trinken
Die Bronchien brauchen Flüssigkeit, mit der Schad-
Abhusten
Bei vorgeschädigten Bron-

















