Hilfe bei Osteoporose durch Parathormontherapie
Eine neue Therapie in der Osteoporosebehandlung lässt aufhorchen.

Foto © APADie Knochendichte soll regelmäßig überprüft werden
Osteoporose ist eine immer noch unterschätzte, unterdiagnostizierte und untertherapierte Erkrankung des Skelettes, die eine verminderte Belastbarkeit und ein erhöhtes Frakturrisiko zur Folge hat.
20 Millionen Frauen. Die schwerwiegendsten Folgen dieser Skeletterkrankung sind Hüft- und Oberschenkelhalsbrüche, gefolgt von Wirbel-, Rippen- und Unterarmbrüchen. In Europa leiden rund 20 Millionen Frauen an Osteoporose, in Österreich gibt es derzeit rund 700.000 Osteoporose-Patienten. Geschätzte 5.000 Patienten können zur Gruppe der Hochrisiko-Osteoporose-Patienten gezählt werden, wobei die Dunkelziffer weit höher liegt.
Früherkennung ist wichtig. Da sich die für die Betroffenen wahrnehmbaren Zeichen von Osteoporose erst spät äußern, ist die Früherkennung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen sehr wichtig. Mit der richtigen Behandlung zum richtigen Zeitpunkt könnten viele Frakturen verhindert werden.
Hochwirksame Medikamente. Es gibt heute eine Reihe von hochwirksamen Medikamenten, die zu einer Verbesserung der Knochenmineraldichte und somit zu einer Reduktion der gefürchteten Frakturen führen. Grundsätzlich sind alle diese Medikamente mit Kalzium und Vitamin D zu kombinieren. Dazu zählen: Bisphosphonate, SERM?s, Strontium-Ranelat und das Parathormon. Für Hochrisiko-Osteoporose–Patienten ist die Parathormontherapie die derzeit stärkste und potenteste in Österreich zugelassene Therapie. Nur erreichen wir derzeit nur etwa 20 bis 30 Prozent jener Patienten, für die die Parathormontherapie sinnvoll wäre.
Parathormontherapie. Mit der Parathormontherapie wird ein Nettogewinn an Knochendichte erreicht und nicht nur der Knochenverlust gestoppt. Über 100 Patienten werden derzeit bereits in Österreich damit erfolgreich behandelt. Das Parathormon (PTH 1-84) ist mit dem kompletten, 84 Aminosäuren umfassenden, körpereigenen Polypeptid ident und wurde für die Osteoporosetherapie von Patienten mit hohem Frakturrisiko entwickelt.
Studien. Studien mit dem neuen, humanidenten Parathormon Preotact® haben eine signifikante Reduktion des Frakturrisikos bei postmenopausalen Frauen gezeigt und zu einer Zunahme der Knochendichte über einen Zeitraum von 18 Monaten geführt. Die Behandlung führt im Unterschied zu den herkömmlichen antiresorptiv wirkenden Osteoporose-Medikamenten nicht nur zu einer Zunahme der Knochenmineraldichte, sondern auch zu einer Verbesserung der Qualität des Knochens. Erstmalig mit der neuen Parathormon-Therapie wurde seit langer Zeit wieder ein wesentlicher Fortschritt in der Behandlung der Osteoporose erzielt: die Verbesserung der geschädigten Knochenstruktur durch Zunahme der Zahl und der Dicke der Knochentrabekel.

















