Zahnimplantate: Das müssen Sie wissen
Expertenrat mit Biss: Karl Werner Wintersteller, Walther Wegscheider und die Kärnterin Hildegard Exeli-Meitz beraten Sie zu Ihren dritten Zähnen.

Foto © APADie Dritten sind teuer, besonders Zahnimplantate
Beratung. Radiologische wie klinische Untersuchungen und das Herstellen eines Gipsmodells sind die Basisarbeit. Bei komplizierten Fällen und reduziertem Knochenangebot sollte ein dentales Computertomogramm erstellt werden.
Techniken. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln. Ein Loch wird in den Kieferknochen gebohrt, das Implantat eingesetzt. Es muss mit dem Knochen verwachsen.
Kieferaufbau. Je nach Kieferzustand muss der Knochen wieder aufgebaut werden: mit Knochenentnahmen aus Mundhöhle oder Schienbeinkopf, und eventuell einer Folie, die zur Stabilisierung des Knochens und des Knochenersatzmaterials dient - oder durch Gewinnung von Knochenspänen mit Ultraschallgeräten. Weiters finden auch Knochenersatzmaterialien Verwendung.
Behandlungsdauer. Für ein Implantat im Oberkiefer sind sechs Monate vorgesehen, drei für den Unterkiefer.
Kosten. Um einen zahnlosen Kiefer zu rekonstruieren sind zirka 10.000 Euro nötig, Einzel-Zahn-Implantate kosten 1800 bis 2000 Euro (beides ohne Knochenaufbau).
Bindegewebstransplantationen. Bei ungenügender Dicke des Zahnfleisches kann vom Gaumen ein unter der Schleimhaut liegendes Bindegewebe entnommen und an nötiger Stelle wieder eingesetzt werden.
Implantate für die Dritten. Für einen Steg, auf den man ein künstliches Gebiss aufsetzt, benötigt man mindestens zwei Implantate, besser sind jedoch vier bis sechs.

















