Tanz der Gehirnzellen
Tricks, mit denen Sie Ihr Hirn bis ins hohe Alter auf Trab halten und dem Alzheimer keine Chance lassen.

Foto © SteiermarkTourismus / SchifferSich gemeinsam in der schönen Natur bewegen beugt einer Alzheimer-Erkrankung vor
Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Mehr als 100.000 Alzheimerpatienten in Österreich kennen dieses Gefühl und viele Angehörige auch. Aber: Es gibt Maßnahmen, die die Leistungsfähigkeit des Gehirns bis ins hohe Alter sichern. Reinhold Schmidt, Leiter der Österreichischen Alzheimergesellschaft, weiß, was die Synapsen im Hirn anspornt:
Ein Tänzchen wagen. Egal, ob Walzer oder Diskofox: Laut des "New England Journals" ist Tanzen ein wahrer Jungbrunnen. Fazit: "Je aktiver jemand ist, desto wahrscheinlicher ist es, später einmal kein Alzheimer zu bekommen", betont Schmidt. Takt halten schult Gedächtnis und Koordination.
Fit für die nächste Runde. "Regelmäßig moderate Bewegung reduziert das Risiko für Demenz im Alter bis zu 30 Prozent", sagt er und meint etwa Schwimmen, Joggen oder Wandern, drei Mal die Woche für rund 30 Minuten.
Neue Töne anschlagen. Wie wär's mit Trompete oder vielleicht Oboe? Musizieren hat in den Studien gut abgeschnitten. Forscher vermuten, dass die Nervenenden wie auf einen Polster gebettet sind, der sie vor dem Verfall schützt.
Gemeinsam kochen. "Isolation kann ein Auslöser der Krankheit sein", betont Schmidt. Er rät zu Alltagskompetenztraining und meint gemeinsames Kochen oder Garteln in der Gruppe.
Scrabble spielen. Je besser ausgebildet, desto seltener tritt Alzheimer auf. Lebenslanges Lernen lautet das Schlagwort. Aber: "Kreuzworträtsel sind zu eintönig und Fernsehen zu passiv", mahnt Schmidt. Besser: Brettspiele, Lesen oder neue Sprache lernen.




