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    Zuletzt aktualisiert: 23.07.2007 um 12:22 Uhr

    Der Arzt bekam auch sein Fett weg

    Brustvergrößerung mit Hilfe von Fettabsaugung und daraus gewonnenen Stammzellen steht in der Kritik.

    Brust mit Stammzellen vergrößerbar?

    Foto © ReutersBrust mit Stammzellen vergrößerbar?

    Die "Kunst der Körperformung" steht auf der Homepage des Wiener Arztes Karl-Georg Heinrich, der sich als Spezialist für kosmetische Chirurgie bezeichnet. Was er darunter versteht, durfte er bei einer Operation einer kanadischen Patientin in Österreich in einem Beitrag in der "Zeit im Bild 2" demonstrieren: Eine Brustvergrößerung, bei der einer Patientin zuerst Eigenfett vom Po entnommen und in zwei Hälften geteilt wurde. Aus dem einen Teil filtert man Stammzellen heraus und reichert damit den anderen an.

    Konzentrierter Fett-Teil. Dieser "konzentrierte Fett-Teil" wird danach in die Brust der Frau injiziert und soll sie laut Heinrich "dauerhaft vergrößern". Zwischen 3000 und 15.000 Euro sei der Kostenrahmen für die Operationen. "Ich dachte die Zeit ist reif dafür, dass Österreicherinnen davon profitieren: Die Brust sieht bei dieser Methode natürlicher aus als bei Silikonimplantaten", erklärte Heinrich, der in der "ZiB2" angekündigt hatte, eine der Brust-Operationen live auf einen Bildschirm in der Kärntnerstraße zu übertragen.

    Streitpunkt Stammzellen..Einen Tag später war von der TV-Übertragung nicht mehr die Rede - eine Welle der Empörung hatte Karl-Georg Heinrich diese Idee wohl verleidet. Im Gespräch bestätigte er nochmals den Begriff Stammzellentherapie: "Es bedarf keines Labors und keines Nährbodens, auf dem sich diese Stammzellen weiter entwickeln können. Man könnte sagen, diese Stammzellen werden in einer Art Zentrifuge extrahiert."

    Etikettenschwindel. Aber genau der Begriff Stammzellentherapie bringt medizinische Experten in Rage (siehe Interviews). Der plastische Chirurg Johann Umschaden und der Stammzellenforscher Karl-Heinz Preisegger argumentieren so: Dafür bräuchte man aufwändigere technische Lösungen, etwa, um Marker zu setzen, um so Stammzellen zu identifizieren; oder jene Methoden, um fest zu stellen, ob die Zellen die Möglichkeit haben, sich ins gewünschte Gewebe umzuwandeln. Laut Umschaden sind im Fettgewebe wenige Stammzellen - etwa im Vergleich zur Nabelschnur - enthalten. Er nennt den Begriff für die Heinrich-Therapie auch "Etikettenschwindel". Und während Heinrich davon spricht von japanischer Forschungsarbeit zu profitieren, erklärt Preisegger, diese Methode in keinem anerkannten medizinischen Journal gesehen zu haben.

    Krebs-Diskussion. Johann Umschaden weist auf ein weiteres Problem hin: Einige der Fettzellen werden bei der Fettabsaugung zerstört - in die Brust injiziert muss der Körper diese durch Entzündungen abbauen. Dabei entstehen chronische Entzündungen und kleine Verkalkungen, die sich bei einer Mammographie nur schwer zuordnen lassen. Hier geht Heinrich davon aus, dass "sie sich nicht chronisch auswirken müssen." Kommentar von Johann Umschaden: "Diese Ungewissheit, das man in der Mammographie nicht fest stellen kann, was es ist, ist einfach schlimm."

    BIRGIT PICHLER, DIDI HUBMANN

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