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    Zuletzt aktualisiert: 04.07.2007 um 16:25 Uhr

    Im Wechselbad der Weiblichkeit

    Wie Frau Hitzewallungen und Co. vor der Menopause lindert. Schul- und Alternativmediziner klären auf.

    Der Wechsel ist kein Weltuntergang

    Foto © APADer Wechsel ist kein Weltuntergang

    Die Menopause ist so unterschiedlich wie der Modegeschmack ihrer Trägerin. Bei manchen wild und verrückt, zeigt er sich bei anderen wiederum zahm und sanft.

    Der Wechsel. Hinter dieser Formulierung verbirgt sich die medizinische Bezeichnung "Klimakterium", das in zwei Phasen rund um die Menopause (die letzte Regelblutung), meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, verläuft. "Die Prä-Menopause sowie die Post-Menopause", erklärt Wolfgang Urdl, Leiter der klinischen Abteilung für Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin am LKH Graz.

    Östrogenmangel. Was passiert im Körper der Frau? Es kommt es zum Abfall des Gelbkörperhormons (Östrogen). Das ist für typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Depressionen, und mehr verantwortlich.

    Gesunder Lebensstil. "Wann es einer medikamentösen Therapie bedarf", sagt der Endokrinologe "ist von Frau zu Frau völlig unterschiedlich." Faustregel: ein gesunder Lebensstil. "Meiden Sie Nikotin und Koffein, das führt häufig zu einer Zunahme der Beschwerden." In punkto Ernährung rät er zur kaloriengesenkten Variante.

    Hormonersatztherapie. Eine Hormonersatztherapie komme bei einem ausgeprägten Hormonmangel zum Einsatz. Wichtig: "Eine Gesundenuntersuchung davor, die den Fettstoffabbau, Leber- und Nierenfunktionen, Blutdruck untersucht - sowie eine Mammografie", betont Urdl. Denn: Bei Brustkrebs oder Lebererkrankungen kann die Hormontherapie zu Problemen in der Blutgerinnung führen. Sind Hormontherapien riskant? "Neuere Zahlen belegen: Von 1000 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren bekommen rein statistisch 45 Brustkrebs, mit einer Ersatztherapie erhöht sich die Zahl auf 47."

    Auf die sanfte Tour. Auch die Haut leidet, sie verliert viel Feuchtigkeit. "Vergessen Sie nicht aufs Cremen", mahnt die Dermatologin Daisy Kopera. "Fette Cremen nur bei trockener Haut verwenden." Das Klimakterium führe außerdem häufig zu "Haarausfall oder einem stärkeren Haarwuchs im Gesicht."

    TCM. Einen anderen Ansatz verfolgt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). "Klimakterische Beschwerden sind Mangel-Syndrome", erklärt Michael Cristea, ärztlicher Leiter des ChinaMed-Ambulatoriums in Graz. Akupunktur helfe bei Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nachtschweiß, Hitzegefühl im Oberkörper und kalten unteren Gliedmaßen. Auch die Ernährung nach TCM kann Symptome lindern.



    PETRA PRASCSAICS, JULIA SCHAFFERHOFER

    TCM-Ernährung bei:

    • Hitzestau an Händen
    • Rastlosigkeit & Kopfweh
    • Hitze oben, Kälte unten
    • Häufiger Harndrang
    • Psychische Probleme
    • Stress und Sehstörungen
    • Kein Appetit mehr

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