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    Zuletzt aktualisiert: 07.12.2012 um 12:36 UhrKommentare

    So schützen Sie Ihre Leber zu den Feiertagen

    Noch ein Punsch, noch ein fettes Brötchen, noch ein Glaserl Sekt: wie Sie Ihre Leber durch die schwerste Zeit des Jahres bringen.

    Punsch und Co.: Die Advent- und Weihnachtszeit stellt oft auch den Magen und die Leber auf die Probe

    Foto © Fotolia: Fotowerk Punsch und Co.: Die Advent- und Weihnachtszeit stellt oft auch den Magen und die Leber auf die Probe

    Die Leber leistet täglich Schwerstarbeit. Sie entgiftet unseren Körper, steuert Stoffwechselprozesse, Vitamine, Fette oder Zucker und Mineralien werden von der Leber verwertet. "Etwa 2000 Liter Blut fließen pro Tag durch sie", erklärt Sandra Wallner-Liebmann (MedUni Graz). Aber: Weihnachtsfeiern, fettes Essen, übermäßiger Alkoholkonsum sind pures Gift für die Leber. "Tückisch ist, dass Erkrankungen des schmerzunempfindlichen Organs oft unbemerkt verlaufen", so Wallner-Liebmann.

    Fettleber

    Erkrankungen wie die Fettleber sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen, die Folgen sind dramatisch. Was kann man also tun, um die Leber in der schwersten Zeit des Jahres zu schützen? "Bitterstoffe stimulieren die Ausschüttung der Gallensäfte und verbessern die Verdauung. Zu den bitterstoffreichen Gemüsesorten gehören Chicorée, Radicchio, Endiviensalat, Rettich, Radieschen und Artischocke. Auch in Kräutern wie gelbem Enzian, Engelwurz, Benediktenkraut, Schafgarbe, Bockshornklee und Gelbwurz sind sie enthalten", so Wallner-Liebmann. Auch die Mariendistel wird immer wieder genannt. Der aus der Pflanze gewonnene Wirkstoff Silymarin wird aktuell intensiv beforscht, denn er schützt unter anderem die Leberzellen.

    Im Volksglauben heißt es auch, Kräuterschnäpse würden der Leber helfen - doch genau das Gegenteil ist der Fall, hochprozentiger Alkohol schädigt die Leber zusätzlich! Apotheker Gerhard Kobinger: "Früher hieß es, ein Schnapserl mit Bitterstoffen helfe verdauen, da Alkohol und Bitterstoffe die Verdauungssäfte fördern und die Fettzerlegung unterstützen würden. Greifen Sie lieber zu Galle-Magentropfen, die funktionieren nach diesem Prinzip."

    Als "Vorbereitung" auf die Feierzeit empfiehlt Wallner-Liebmann Fast Food zu meiden, wenig fette Fleisch-, Wurst- und Käsesorten, dafür Gemüseeintöpfe und bitter-sauer statt süß zu essen. Außerdem sollte man Gewürze wie Ingwer, Krenn, Pfeffer, Zimt und Nelken einsetzen.

    Gefährdete Leber - das müssen Sie wissen

    Sandra Wallner-Liebmann, Pathophysiologin an der Medizinischen Universität Graz, und der steirische Apothekerkammerpräsident Gerhard Kobinger zeigen auf, was der Leber wirklich hilft.

    Gibt es einen Tee, der meiner Leber hilft?

    Kobinger empfiehlt den Leber-Galle-Tee. Dieser enthält Mariendiestelfrüchte, Pfefferminze, Löwenzahn, Artischockenblätter, Curcumawurzel und Scharfgarbenkraut. Der Tee soll kurmäßig über mehrere Wochen getrunken werden. er ist gut wegen seiner stoffwechselaktivierenden Wirkung.

    Wie unterstützt die Artischocke meine Leber?

    Sie enthält Cynarin, Inulin und Bitterstoffe und regt die Gallenbildung bzw. den Gallenfluss an, was bei der Verdauung hilft. Artischockenextrakte werden bei Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Blähungen angewendet. Ihre EInnahme beeinflusst die Blutfettwerte günstig.

    Gibt es eine Gefährdungsgrenze bei Alkohol?

    Die Harmlosigkeitsgrenze, jene Menge Alkohol, die als unbedenklich gilt, liegt bei Männern geringfügig höher: bei 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein pro Tag (24 Gramm reiner Alkohol). Bei Frauen ist sie niedriger und liegt bei 0,4 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein pro Tag (16 Gramm reiner Alkohol).

    Die Gefährdungsgrenze, also jene Menge Alkohol, die gesundheitsgefährdend ist, liegt bei Männern bei eineinhalb Litern Bier oder einem dreiviertel Liter Wein (60 Gramm reiner Alkohol) pro Tag. Bei Frauen bei einem Liter Bier oder bei einem halben Liter Wein (40 Gramm reiner Alkohol) pro Tag.

    Was kann man für die Leber tun, wenn man zu viel getrunken hat?

    Gerhard Kobingers Tipp: "Wenn man weiß, es wird heftig getrunken, bieten - vor, während und nach den Feierlichkeiten - jeweils 1 bis 2 lösliche Tabletten mit 600 Milligramm ACC(Acetylcystein) sowie eine übliche Kopfwehtablette vor dem Schlafengehen ein relativ ungetrübtes Erwachen am Morgen danach. ACC ist eine Aminosäurenverbindung, die auch als Leberschutz wirkt. Zum Beispiel bei Überdosierungen oder Vergiftungen mit Paracetamol/Mexalen wird ACC gegen die leberschädigenden Wirkungen gegeben." Nach üppigen Feiern empfiehlt Wallner-Liebmann auch Fasttage: mit Gemüsebrühe, Karottensaft, Mineral- und Leitungswasser.

    DIDI HUBMANN

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