Immer mehr Allergien bei Kindern
Heuschnupfen, Asthma, eine bestimmte Form der Neurodermitis und Nahrungsmittelunverträglichkeiten - schon fast jedes dritte Kind leidet an einer Allergie. Hygiene und Fastfood gelten als Ursachen.

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In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Nahrungsmittelallergien bei Kindern verdoppelt, schlagen Experten Alarm. Wenngleich die genauen Ursachen den Wissenschaftern nicht bekannt sind, wird eine der möglichen Ursachen für den Anstieg der Allergien darin gesehen, dass die Menschen im Unterschied zu früher viel zu "sauber" leben, vermutet Zsolt Szepfalusi von der MedUni Wien.
Denn der "gesunde Dreck" habe einen gewissen schützenden Effekt vor Allergien. Aber auch die heutige Ernährungsweise könnte für die Zunahme verantwortlich sein.
Geradezu dramatisch ist daher auch der Anstieg von Nahrungsmittelallergien. "Wir haben pasteurisierte, vorgekochte Nahrungsmittel. Diese Fastfood-Industrie gab es vor 20 Jahren nicht in diesem Maße, beeinflusst sicherlich sehr stark auch unsere Darmflora und wie wir mit Allergenen umgehen", so Szepfalusi.
Auch der Rückgang der Infektionskrankheiten in früher Kindheit erhöhe das Allergierisiko, meint Eva-Maria Varga von der Grazer Universitäts-Kinderklinik. Jedenfalls hat sich die Zahl der Kinder, die mit lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen in Notaufnahmen eingeliefert wurden, sogar versiebenfacht, weiß Varga.
Die Experten raten, bei ersten Anzeichen von Allergie sofort einen Kinderarzt aufzusuchen. Je früher eine Allergie behandelt wird, umso erfolgreicher verläuft auch die Behandlung.


















