Neue Struktur im Land und bei Barmherzigen
Krankenanstalten führen in der Steiermark vier Regionen ein. Die Barmherzige Brüder vereinen ihre zwei Grazer Spitäler in einer Firma.

Foto © Helmuth Weichselbraun
Die Aufregung um die geplante neue Regionalstruktur der steirischen Spitäler war riesengroß: Ärzte-Vertreter protestierten gegen zusätzliche Strukturen, die zu große Machtfülle der Betriebsdirektoren und vor allem dagegen, dass die ärztlichen Betriebsdirektoren abgeschafft werden sollten. Heute soll über den neuen Strukturplan endgültig entschieden werden, der Kleinen Zeitung liegt das Regierungspapier vor. Wie vorgesehen wird es "3+1-Regionen" geben: Obersteiermark, Süd-Ost-Steiermark, Süd-West-Steiermark und Uniklinikum Graz; die jeweiligen Spitäler sind in den Regionen zusammengefasst. Das Uniklinikum wird wie bisher von einem Dreierteam geleitet (Pflege-, Betriebs- und ärztlicher Direktor). Den Regionen stehen Regionaldirektoren vor (Betriebsdirektor mit eigenständiger Managementfunktion und Ergebnisverantwortlichkeit). In den Spitälern selbst soll es weiter - da haben sich die Ärzte durchgesetzt - eine eigene Anstaltsleitung mit Pflege-, Betriebs- und ärztlichem Direktor geben. Mehr Personal ist nicht vorgesehen: Um aber die ärztliche Kompetenz im ganzen System zu stärken, wird es eine eigene medizinische Steuergruppe geben, die den Vorstand in strategischen Fragen berät und so ein Gegengewicht zu den Regionalmanagern schaffen soll.
Die neue Struktur soll vom neuen Zweiervorstand ab 2013 umgesetzt werden. Mit der neuen Machtverteilung wird es auch zu Veränderungen in der Grazer Kages-Zentrale kommen (Abteilungszusammenlegungen etc.), weil die Entscheidungsgewalt in die Regionen wandert. Details soll der neue Vorstand ausarbeiten.
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Bei den Barmherzigen Brüdern herrscht ebenso wenig Stillstand. In den Gremien wurde beschlossen, die beiden Ordenskrankenhäuser in Graz (Marschallgasse und Eggenberg) künftig als "ein Krankenhaus an zwei Standorten" zu führen. Organisatorisch werden die Spitäler (mehr als 700 Mitarbeiter) in einer Ges.m.b.H vereint.

















