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Zuletzt aktualisiert: 07.08.2012 um 10:27 UhrKommentare

Wissenschaftliche Erklärung für Nick-Krankheit fehlt

Nach früheren Ausbrüchen der Nick-Krankheit in Tansania in den Jahren 1960 bis 1962 wurden erste Fälle im Südsudan und in Norduganda im Jahr 2003 bekannt.

Mittlerweile scheinen auch Erwachsene von der Krankheit infiziert zu sein. Die ugandische Journalistin Harriet Anena berichtete bereits im Mai, dass man, obwohl es keine offizielle Bestätigung gibt, im Krankenhaus von Kitgum bereits von 47 erwachsenen Patienten sprach.

Lucy Akello ist eine von ihnen. Nachdem ihr Sohn verstorben ist, beobachtete sie an sich selbst bald erste Anzeichen der Krankheit. Sie ist mittlerweile so geschwächt, dass sie nicht mehr aufs Feld gehen kann und von Lebensmittellieferungen abhängig ist. Die ugandische Regierung verspricht diese regelmäßig, oft kommt jedoch nichts an. "Ich hoffe, dass sie bald Heilung finden und ich das noch erlebe", meinte die Kranke.

Hoffnung auf Heilung scheint vergeblich

Ihre Hoffnung scheint jedoch vergeblich. "Eine Heilung ist derzeit nicht in Sicht", betonte Peter Spencer vom Center for Research on Occupational&Environmental Toxicology an der Oregon Health&Science University (USA). "Dies würde voraussetzen, dass die Ursachen bekannt sind. Deren Erforschung wird die Basis bieten, um Prävention und möglicherweise die Bekämpfung der Krankheit zu ermöglichen."

Spencer war einer der ersten, die sich mit dieser bisher unerforschten Krankheit beschäftigt haben. Er war Teil des WHO-Teams, das einen ähnlichen Ausbruch im Jahr 2002 im Südsudan erforscht hat. "Die Ursachen für diese Gehirnkrankheit sind unbekannt, aber sie tritt häufig bei Kindern auf, die auch mit Onchozerkose (Flussblindheit) infiziert sind. Allerdings ist Onchozerkose auch in vielen anderen Teilen der Welt vorherrschend, wo Nick-Krankheit nicht vorkommt." In Kampala ist ugandischen Medienberichten zu Folge vergangene Woche am Donnerstag eine von der WHO organisierte Konferenz im Sheraton Hotel zu Ende gegangen, bei der nicht nur Spencer sondern auch Experten vom In-und Ausland teilgenommen hatten, um den aktuellen Forschungsstand zur Nick-Krankheit zu diskutieren. Neue Ergebnisse wurden nicht präsentiert, lediglich eine neue Studie in Auftrag gegeben.


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