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    Zuletzt aktualisiert: 10.08.2012 um 14:19 UhrKommentare

    Saugen, aber was?

    Eltern wollen nur das Beste für ihr Baby. Die richtige Ernährung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Stillen, hypoallergene Nahrung oder normaler Babybrei? Die Entscheidung wird ihnen oft nicht leicht gemacht.

    Stillen ist das Beste für jedes Baby, da sind sich die Experten einig

    Foto © Fotolia: vishnena Stillen ist das Beste für jedes Baby, da sind sich die Experten einig

    Stillen ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO für Babys die gesündeste Art ernährt zu werden. In den ersten sechs Lebensmonaten wird deshalb Muttermilch als einzige Nahrung empfohlen. Die Vorteile reichen von schützenden Effekten gegen Darmentzündungen bei Frühgeborenen bis hin zur Immunologie. Zudem ist Stillen billiger, macht weniger Aufwand (keine Zubereitung, Sterilisieren von Fläschchen, etc. nötig) und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind.

    Muttermilch ist einzigartig

    Mit 400 verschiedenen Proteinen als Inhaltsstoffe und einer im Vergleich zur Muttermilch anderer Säugetiere deutlich gesteigerten Konzentration an Mehrfachzuckern. die auch antimikrobielle Eigenschaften haben, ist die Muttermilch des Menschen offenbar einzigartig. Gestillte Babys entwickeln deshalb auch weniger oft schwere Darmprobleme.

    Erst in der jüngsten Vergangenheit wurden weitere Aspekte der Laktation entdeckt. Eine australische Expertin der University of Western Australia verriet, dass in der Muttermilch Stammzellen gefunden wurden, die in ihren Eigenschaften den embryonalen Stammzellen ähneln. Dies könnte eine Quelle für zukünftige Stammzell-Therapien sein.

    Erhöhtes Nuss-Allergie-Risiko

    Negativ ließ vor Kurzem jedoch eine australische Studie aufhorchen. Dieser zufolge hätten Kinder, die in den ersten Lebensmonaten ausschließlich gestillt würden, später ein erhöhtes Risiko an einer Allergie gegen Nüsse zu leiden.

    Anfangs- und Folgenahrung

    Kann eine Frau - aus welchen Gründen auch immer - ihr Baby nicht stillen, stehen am Markt verschiedenste Lebensmittel (Anfangs- oder Folgenahrung sowie Beikost für Säuglinge und Kleinkinder) zur Verfügung. Ab drei Jahren sind laut Ages (Agentur für Ernährungssicherheit) keine eigenen Lebensmittel mehr notwendig. Dennoch werden in den Geschäften Hunderte solcher "Kinderprodukte" angeboten, die aufgrund ihrer Bewerbung mit Phrasen wie "mit einem Mehr an Vitaminen" bei vielen unwissenden Eltern im Einkausfskorb landen. "In den meisten Fällen besitzen diese Produkte einen hohen Zuckergehalt, viele haben auch einen hohen Fettgehalt, sie sind meist deutlich aromatisiert und stark gefärbt, im Übrigen entsprechen sie aber allen anderen Lebensmitteln für Erwachsene", erfährt man auf der Homepage der Ages.

    Hypoallergene Babykost

    Babys, die durch eine Vorbelastung der Eltern oder andere Gründe, allergiegefährdet sind, werden häufig mit sogenannter hypoallergener Babynahrung (HA-Nahrung) gefüttert. In dieser "Milch" sind die Milcheiweiße kleiner als in "normaler" Babymilch aufgespalten. Der Darm soll so überlistet werden und die kleineren Teile nicht so schnell erkennen. So können diese den Darm passieren.

    Hypoallergene Babykost ist allerdings auch umstritten. Währende einige Studien zeigen, dass das Allergierisiko um die Hälfte sinkt (im Vergleich mit Babys, die mit normaler Babynahrung ernährt wurden), sprechen andere Studien davon, dass hydrolysierte Babynahrung keine Allergie-Prävention schaffe. Verschiedene Studien, "gute" Tipps von Bekannten und Familie und irreführende Werbeeinschaltungen machen es Eltern nicht unbedingt leicht, Entscheidungen bezüglich der Ernährung des eigenen Kindes zu treffen. Kinderärzte, Ernährungsberater, aber oft auch der gute, alte Hausverstand können dabei helfen.


    Muttermilch

    Ein Liter menschlicher Muttermilch beinhaltet zehn bis 15 Gramm an Oligosaccharide. Bisher wurden mehr als hundert solcher Mehrfachzucker identifiziert. Diese haben auch antimikrobielle Eigenschaften.

    Eine antimikrobielle Substanz ist ein Biozid, das die Vermehrungsfähigkeit oder Infektiosität von Mikroorganismen reduziert oder sie abtötet beziehungsweise inaktiviert.

    Hypoallergene Babynahrung

    Hypoallergene Babynahrung (HA-Nahrung) ist eine spezielle Babynahrung, die Babys mit potentiell erhöhtem Allergierisiko gefüttert wird. Sie kann als Säuglingsanfangsnahrung oder auch als Folgenahrung ab dem zweiten Lebenshalbjahr gegeben werden.

    Das Immunsystem erkennt ein Eiweiß an seiner Struktur und kann bei Fremdeiweiß eine allergische Reaktion auslösen. Bei den HA-Nahrungen ist deshalb das Kuhmilcheiweiß durch Hydrolyse in kleine Peptide gespalten, die vom Immunsystem des Säuglings nicht mehr als fremd erkannt werden.

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