Die wichtigsten Ergebnisse der Welt-Aids-Konferenz
Sechs Tage lang haben die rund 25.000 Teilnehmer der Welt-Aids-Konferenz in Washington über die Fortschritte und Rückschläge im Kampf gegen Aids diskutiert und neue Studien und Statistiken vorgestellt.

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Eine Übersicht der wichtigsten Themen und Ergebnisse:
- Ausbreitung:
Mehr als 34 Millionen Menschen weltweit leben mit HIV, davon rund 23,5 Millionen in Afrika südlich der Sahara. 2011 infizierten sich 2,5 Millionen Menschen neu mit HIV - ein Fünftel weniger als noch 2001.
- HIV bei Kindern:
Weltweit leben rund 3,4 Millionen Kinder jünger als 15 Jahre mit dem Virus, davon rund 3,1 Millionen in Afrika südlich der Sahara. Die Neuinfektionszahlen bei Kindern konnten zwischen 2009 und 2011 um ein Fünftel auf 330.000 gesenkt werden.
- Therapie:
Mehr als acht Millionen Menschen bekamen 2011 HIV-Medikamente, ein Fünftel mehr als noch im Jahr zuvor. Forscher haben in einer bei der Welt-Aids-Konferenz vorgestellten Studie herausgefunden, dass die Behandlung umso effektiver ist, je früher nach der Infektion sie beginnt. Etwa 20 verschiedene Mittel zur Eindämmung des Virus gibt es inzwischen. Hilfsorganisationen kritisieren, dass neu entwickelte Medikamente immer noch viel zu teuer sind.
- Vorbeugung:
In den USA ist kurz vor der Konferenz erstmals ein Medikament zur vorbeugenden Einnahme zum Schutz vor HIV zugelassen worden. Vor allem für Afrika empfehlen Hilfsorganisationen zudem die freiwillige Beschneidung bei Männern zur Verringerung des Ansteckungsrisikos. Wissenschafter warnen, dass beide Methoden keinen vollständigen Schutz bieten und Kondome immer zusätzlich verwendet werden sollten.
- Heilung/Impfung:
Es gibt weiter keine Heilung und keinen Impfstoff für HIV - und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Das haben Forscher deutlich klargestellt. Aber: Sie sind optimistischer denn je, beides finden zu können. So zeigen Ansätze mit Stammzellen und mit Patienten, die sehr früh nach der Infektion mit Medikamenten behandelt wurden, vielversprechende Ergebnisse.
- Finanzierung:
2011 wurden weltweit 16,8 Milliarden Dollar (etwa 13,9 Milliarden Euro) für den Kampf gegen HIV ausgegeben. Die USA hat zusätzliches Geld versprochen. Andere Ländern zögern angesichts der Wirtschaftskrise. Gerade Deutschland zahle zu wenig, kritisieren Hilfsorganisationen. Laut dem HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) fehlen jährlich rund sieben Milliarden Dollar (etwa 5,8 Milliarden Euro).
- Plan:
Bis 2015 sollen die HIV-Neuinfektionen halbiert, 15 Millionen Infizierte behandelt und keine Babys mehr mit HIV geboren werden. Das hat sich vor allem UNAIDS auf die Fahnen geschrieben. Experten sehen diese Ziele als realistisch an - wenn das notwendige Geld fließt.
- Bleibende Probleme:
Nicht überall sinken die Neuinfektionszahlen - in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika steigen sie sogar, ebenso unter Homosexuellen. Außerdem nehmen die Resistenzen gegen HIV-Medikamente zu.

















