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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2012 um 11:36 UhrKommentare

Pubertät: Zwischen Pickel und Partys

Man hat es nicht leicht, wenn man pubertiert: wie Jugendliche und Eltern diese Zeit meistern können.

Foto © Fotolia: laurent hamels

Die Pubertät ist für den Körper eine mörderische Aufgabe. Da ist zunächst der Wachstumsschub. Jugendliche wachsen in der Pubertät etwa so schnell wie Kinder zwischen null und zwei Jahren. Bis zu zehn Zentimeter können es pro Jahr sein, wie Martin Borkenstein von der Grazer Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde erklärt. "Am Anfang steht das Kind, am Ende der fortpflanzungsfähige Erwachsene", fasst Borkenstein den entscheidenden Entwicklungsabschnitt Pubertät zusammen. Und dazwischen liegen vermehrte Hormonausschüttung, sexuelle Reife und auch die Suche nach dem Selbst (siehe Grafik rechts).

Freunde sind Familie

Pubertierende Jugendliche sind nicht die einfachsten Zeitgenossen - eine Erfahrung, die wohl viele Eltern teilen. "Ein Jugendlicher hat in der Pubertät große Entwicklungsaufgaben zu bewältigen", erklärt Katharina Purtscher, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Eine davon ist, die eigene Identität zu entwickeln. Dazu gehört, dass der Freundeskreis die Familie als wichtigste soziale Bezugsgruppe ersetzt - viele Eltern erleben das als Zurückweisung und dass sie nicht mehr an ihr Kind herankommen. "Das Beste, was Sie Ihrem Kind schenken können, ist Beachtung und Zuwendung", so Purtschers Rat an die Eltern (siehe auch Grafik rechts).

Immer früher

Tatsächlich ist es so, dass die Pubertät bei Jugendlichen immer früher beginnt. Vor 150 Jahren setzte die Monatsblutung bei Mädchen vier Jahre später ein als heute - im Schnitt sind Mädchen heute bei der ersten Regel 13 Jahre alt. Neben genetischen Gründen liegt das am Wohlstand: Für die Geschlechtsreife braucht es ein bestimmtes Körpergewicht, wir sind heute besser genährt als vor 150 Jahren. Apropos Essen: Gerade in der Pubertät ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Davon profitiert nicht nur die Haut - bei unreiner Haut sollte man sehr fettes Essen meiden -, sondern der Ernährungsstil für das restliche Leben wird geprägt. "Auch beim Essen bildet sich eine Identität", sagt Ernährungsexpertin Sandra Wallner-Liebmann. Und hier können Eltern trotz Protestphase Vorbild sein und zu Hause für gesundes Essen sorgen.

SONJA SAURUGGER

Die Pubertät

Grafik © KLZ

Grafik vergrößernDie PubertätGrafik © KLZ

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