So retten Sie die Zähne Ihres Kindes
Wie Karies chancenlos bleibt, süße Säfte Kinderzähne auffressen und Eltern Karies-Überträger sind.

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Legen Sie Eierschalen in ein Glas Cola und warten Sie ab: Dann sehen Sie, was Cola auch mit unseren Zähnen anrichten kann." So drastisch verdeutlicht Zahnmediziner Gerwin Arnetzl, wie süße Kindertees, Säfte (Orangensaft) und zucker- sowie stärkehaltige Nahrungsmittel Kinderzähne auffressen.
Kariesbakterien sind die üblen Verbündeten dieser Lebensmittel. Laut Arnetzl handelt es sich bei Karies um eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich von Eltern an Kinder weitergegeben wird. Wie? Einmal den Schnuller abschlecken, weil er auf den Boden gefallen ist, oder den Löffel ablecken - und schon werden die Bakterien übertragen. Arnetzl weiß von Studien, die beweisen, dass Kinder, deren Eltern es vermieden, Schnuller und Löffel abzulecken, viel weniger von Karies betroffen waren. Zahnmediziner Laurenz Maresch räumt aber ein, dass man diese Übertragung kaum verhindern kann. "Man kann Eltern nicht verbieten, ihrem Kind ein Bussi zu geben."
Irreparable Zähne innerhalb eines Jahres
Bekommen Kinder zum Beispiel permanent gesüßten Tee, kann das dramatische Auswirkungen haben: Innerhalb eines halben Jahres können die Zähne irreparabel geschädigt sein. Aktuelle Zahlen zeigen, dass zwar erfreuliche 37 Prozent der Sechsjährigen keine Karies haben, aber: 20 Prozent der Kinder weisen 80 Prozent der Kariesschäden auf. Das heißt: Weniger Kinder sind betroffen, aber diese haben extreme Kariesschäden.
Arnetzl betont, wie wichtig eine Verankerung der Zahnpflege im Mutter-Kind-Pass sei: "So könnten wir schon Schwangere informieren, wie Kinder infiziert werden. Nur wenn diese Untersuchungen gemacht werden, sollten andere finanzielle Leistungen in Anspruch genommen werden dürfen."



















