Wie das Rauchen die Kinder schädigt
Mehr als 70.000 Kinder kommen in Österreich jedes Jahr zur Welt. Ein erheblicher Teil von ihnen wird bereits ab der Empfängnis im Mutterleib, in den ersten Kindheitstagen durch den Tabakkonsum von Mutter und Familie geschädigt.

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Mehr als 70.000 Kinder kommen in Österreich jedes Jahr zur Welt. Ein erheblicher Teil von ihnen wird bereits ab der Empfängnis im Mutterleib, in den ersten Kindheitstagen durch den Tabakkonsum von Mutter und Familie geschädigt. Beim Jahreskongress der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG, bis 16. Juni) in Salzburg listete heute, Donnerstag, die Wiener Expertin Angela Zacharasiewicz (Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Kinderklinik Glanzing) zehn hauptsächliche Schädigungen auf, welche Kinder von rauchenden Eltern treffen.
Die Ausgangslage: "Tabakrauch", so Angela Zacharasiewicz, "enthält mehr als 4.000 Chemikalien, welche für Menschen potenziell giftig sind. Gesichert schädlich sind 250 Substanzen, davon mindestens 50 krebserregend." Und: Die Belastung ist nicht vorbei, wenn im Wohnzimmer, im Lokal oder anderswo die Rauchschwaden endlich abgezogen sind.
Es sind, wie die Wiener Expertin betonte, vor allem "zehn Todsünden, die unseren Nachwuchs bedrohen", so er Rauch und Nikotin ausgesetzt ist.
Die Forderung müsse daher auf "komplette Rauchfreiheit in den Familien und in ihrem Umfeld" lauten. Entsprechende Ziele hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation gesetzt: Bis 2040 sollen weltweit nur noch fünf Prozent der Bevölkerung jedes Landes rauchen. In Österreich rauchen derzeit 38 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Bekannt ist, dass 20 bis 30 Prozenten der Raucherinnen in der Schwangerschaft mit dem Rauchen nicht aufhören.

















