Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 29. Juli 2014 16:46 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
     
    Hepatitis bleibt in Europa ein Problem Engpass bei Blutkonserven Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wellness & Gesundheit Nächster Artikel Hepatitis bleibt in Europa ein Problem Engpass bei Blutkonserven
    Zuletzt aktualisiert: 25.05.2012 um 13:08 UhrKommentare

    Schlechte Medizin - Kollateralschaden Patient

    Das Buch eines Allgemeinmediziners gibt erschütternde Einblicke in den deutschen Medizinbetrieb. Fehlbehandlungen und schädliche Therapien sollen dort an der Tagesordnung stehen. Auf der Strecke bleiben die Patienten. Gelesen von Barbara Jauk

    Foto © Fotolia: Gina Sanders

    Nicht alles am deutschen Medizinbetrieb will Gunter Frank, der seit zwanzig Jahren als Allgemeinmediziner im Einsatz ist, verteufeln. Dennoch: Viel Gutes bleibt nicht übrig, wenn er in seinem Wutbuch "Schlechte Medizin" mit diesem abrechnet. Wären da nicht Tausende Mediziner, Krankenschwestern und Pfleger, die sich tagtäglich tatsächlich um das Wohl der Patienten bemühten. Besonderes Lob hat Frank für die Notfallmedizin über. Darüber hinaus sehe es für die Patienten im jetzigen System alles andere als rosig aus. Dies wurde dem Autor bereits vor vielen Jahren, kurz nach seinem Wechsel auf die "Innere", bewusst: "Schon bald beschlich mich das Gefühl, dass viele Patienten auf den Stationen der Inneren Medizin eigentlich nur verwaltet werden".

    Wo krankt es?

    Gerade bei Krankheiten wie Diabetes, Krebs und vielen chronischen Leiden sei gute Medizin Mangelware. Schuld seien Geldgier, fachliche Inkompetenz und schlichtweg falsche ärztliche Richtlinien, die sich an Normwerten (für Übergewicht, Cholesterin, Blutdruck, etc.) orientieren, welche quasi beliebig nach unten oder oben geschraubt werden können. "Von den Deutschen über 65 Jahre gilt jeder Fünfte als zuckerkrank. Die allermeisten dieser Menschen sind jedoch gar nicht krank, sondern werden durch die Absenkung von Normwerten buchstäblich für krank erklärt", so Frank. In der Folge würden Millionen Menschen Medikamente schlucken, die sie gar nicht brauchen. Das koste das Gesundheitssystem nicht nur Abermillionen, sondern im schlimmsten Fall – aufgrund der Wechselwirkungen – die betreffenden Patienten auch ihr Leben. Wer mit dem Leben davon kommt, müsse sich mit Nebenwirkungen, (geschürten) Ängsten und einer dramatischen Minderung der Lebensqualität herumschlagen. Hinter allem steckt ein "reines Geschäftsmodell, durch das gesunde Menschen zu gefährdeten und angeblich kranken Patienten umgedeutet werden", so der Autor.

    Als Plädoyer für den gesunden Menschenverstand, den mündigen Patienten und gegen die "Götter in Weiß" entpuppt sich das "Wutbuch" nicht nur im Titel, sondern auch beim Lesen. Frank "plaudert" aus dem Nähkästchen und unterlegt dabei seine Behauptungen mit hiebfesten Zahlen und Fakten. Das Buch ist nichts für schwache Gemüter, dennoch sei es allen ans Herz gelegt, denn es öffnet die Augen, auch wenn man sie noch so fest zu verschließen sucht.

    Barbara Jauk

    Fakten

    Mehr Wellness & Gesundheit

    Mehr aus dem Web

      Pollen in der Luft

      Fotolia: doris oberfrank-list




      Thermen-Genuss

       

      KLEINE.tv

      Ebolavirus auf dem Vormarsch

      In Sierra Leone wurde eine Erkrankte von ihrer Familie offenbar gewaltsa...Noch nicht bewertet

       

      Gesundheits-Newsletter

      Tipps für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden!

       

      Übergewicht?

      Pixelio/chocolat01

      Vorträge, Seminare, Termine

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!