Wie Sie den Darmkrebs entschärfen
Was Sie gegen die Zeitbombe Darmkrebs tun können: Gute Ernährung und Darmspiegelung können helfen - die Angst vor der Untersuchung ist unbegründet.

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Unangenehm, gar schmerzhaft, auf jeden Fall unbeliebt: Um die Untersuchung Darmspiegelung (Fachausdruck Koloskopie) existieren noch viele unbegründete Ängste. Herbert Wurzer, Leiter der Inneren Medizin am LKH Graz West, klärt auf, warum die Vorsorge-Darmspiegelung Sinn macht und überlebenswichtig sein kann.
1. Warum die Untersuchung so wichtig ist. Darmkrebs ist die häufigste Krebsform in Österreich. Jährlich erkranken rund 5000 Menschen daran, etwa 3000 Patienten sterben jedes Jahr an diesem bösartigen Tumor.
2. Eine Darmspiegelung tut nicht weh. Die sogenannte "sanfte Koloskopie" hat vor allem eine gute Seite: Sie müssen keine Angst haben. Die Darmspiegelung passiert unter Narkose, man "verschläft" die Untersuchung. Zu beachten ist allerdings: Nach der Narkose darf man 24 Stunden nicht Auto fahren.
3. Was dabei gefunden wird. Der Darmkrebs hat bekannte Vorstufen: Polypen, die Krebsvorläufer sind. Diese Polypen können im Zuge der Darmspiegelung entfernt werden.
4. Wie hoch die Erfolgsrate ist. Die Darmspiegelung kann mit der höchsten Erfolgsquote aller Vorsorge-Untersuchungen aufwarten: 90 Prozent der krebsverdächtigen Gewächse werden durch die Koloskopie entdeckt und entfernt.
5. Wer sich untersuchen lassen sollte. Ab dem 50. Lebensjahr haben Versicherte aller Kassen Anspruch auf die Vorsorge-Koloskopie im Abstand von zehn Jahren. "Der Hauptrisikofaktor bei Darmkrebs ist das Alter", unterstreicht Wurzer, "und ab 50 steigt das Risiko, vor allem bei Männern, deutlich an."
6. Top-Untersuchungszentren. Bei Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien wird das "Zertifikat Darmkrebsvorsorge" vergeben. Zu finden sind diese unter: www.krebshilfe.net

















