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    Zuletzt aktualisiert: 13.05.2011 um 08:18 UhrKommentare

    Urologie-Vorsorge rettet Leben

    4.500 Neuerkrankungen, 1.200 Todesfälle pro Jahr: Das ist das Prostatakarzinom-Problem Österreichs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen könnten die Sterberate um 44 Prozent senken.

    Foto © Fotolia: Robert Kneschke

    4.500 Neuerkrankungen, 1.200 Todesfälle pro Jahr: Das ist das Prostatakarzinom-Problem Österreichs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen für Männer etwa ab 40 können laut neuesten wissenschaftlichen Daten die Mortalitätsrate um 44 Prozent senken. Das erklärten Experten bei einer Pressekonferenz zum Start einer neuen Awareness-Kampagne ("Frauen, die auf ihre Männer schauen") in Wien.

    "Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes und die zweithäufigste Krebstodesursache. Jeder sechste bis achte Mann erkrankt, jeder 30. stirbt daran", sagte Stephan Madersbacher von der urologischen Abteilung des Wiener Donauspitals. Die Problematik sei vergleichbar mit Brustkrebs bei Frauen, jedoch hinke man mit der Bewusstseinsbildung in Sachen Früherkennung bei den Männern noch nach.

    "androcheck"

    Der Berufsverband der österreichischen Urologen propagiert hier seit rund zehn Jahren einen "androcheck", der sich mit dem Aufruf zu einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Facharzt ab 40 an die Männer wendet. In Sachen Prostatakarzinom geht es hier neben dem Anamnesegespräch auch um die Blutuntersuchung auf das prostataspezifische Antigen (PSA), Tastuntersuchung, Ultraschall etc.

    Hier gab es Kritik vonseiten mancher Health Technology Assessment-Experten (Technologiefolgenabschätzung in der Medizin/HTA), wonach die vermehrten PSA-Tests etc. viele Männer "krank" mache, zu Überdiagnosen und Übertherapien wegen Karzinomen führe. Immerhin gibt es bei radikalen Prostatakarzinomen auch das Risiko späterer Inkontinenz bzw. Impotenz. Prostatakarzinome müssen im hohen Alter nicht zum Tod führen, aber das Leid im fortgeschrittenen Stadium ist oft furchtbar.

    Doch das stimmt offenbar nicht mehr. Madersbacher: "Sehr gute Daten gibt es aus einer riesigen europäischen Untersuchung, bei der 80.000 Männer regelmäßig auf Prostatakarzinomverdacht gescreent und 80.000 nur kontrolliert (ohne Untersuchung) wurden. In der ersten Analyse zeigte sich eine Reduktion der Prostatakarzinom-Sterblichkeit unter den Gescreenten um 20 Prozent. In dem neuesten Update, das im März beim Europäischen Urologenkongress in Wien vorgestellt wurde, zeigte sich dass die Kurven mit der Zeit weiter auseinandergehen. Nach 13 bis 14 Jahren liegt der Vorteil schon bei 44 Prozent." Sinn mache es, Männer bereits in den mittleren Lebensjahren zu untersuchen, weil dann der Effekt größer sei.

    Zielgenauere Untersuchungen

    Mittlerweile - so der Experte - müsse man laut skandinavischen Analysen 230 Männer auf Prostatakrebsverdacht testen und 14 behandeln, um einen Todesfall zu vermeiden. Vor einigen Jahren lagen diese Zahlen noch bei 1.400 Untersuchungen und 48 Therapien für statistisch einen vermiedenen Todesfall. Das bedeutet, dass die Untersuchungen zielgenauer und die unnötigen Tests bzw. Therapien weniger geworden sind.

    Der Chef des Berufsverbandes der Urologen, Karl Dorfinger: "Aber nur 17 Prozent der Männer in Österreich nehmen die Möglichkeit einer regelmäßigen Gesundheitsvorsorge beim Urologen wahr."

    Das soll ich mit einer neuen Kampagne via Frauen jetzt ändern. Unter dem Titel "Frauen, die auf ihre Männer schauen" sollen diese ihre Partner zur Vorsorgeuntersuchung animieren. Dorfinger: "Die Frau ist der Gesundheitsmanager der Familie." Dazu auch TV-Moderatorin Vera Russwurm mit Hinweis auf ihren Mann: "Er geht nur, wenn ich ihn antreibe."


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