Nach Bauchkrämpfen - Milupa prüft Muttermilchersatz
Die beanstandete Ware wird derzeit untersucht, die Ergebnisse sollten im Lauf des Vormittags vorliegen. In der Vorwoche wurden in Milupa-Produkten in Ungarn erhöhte Werte von Vitaminen und Mineralstoffen festgestellt.

Foto © Fotalia / Gordon Grand
Ein Baby hat in Linz nach dem Verzehr eines Muttermilchersatzes von Milupa Bauchkrämpfe bekommen, berichtete die "Kronen Zeitung" (Feitag-Ausgabe). Die beanstandete Ware werde untersucht, die Ergebnisse sollten im Lauf des Vormittags vorliegen, erklärte der Hersteller auf Anfrage der APA. Vergangene Woche waren bei zwei Milupa-Produkten in Ungarn erhöhte Werte von Vitaminen und Mineralstoffen festgestellt worden. Dabei habe es sich aber um andere Chargen gehandelt, so das Unternehmen mit Sitz in Puch bei Hallein in Salzburg.
"Voll sauer und richtig salzig"
Die Linzer Eltern hatten ihren sechs Wochen alten Buben mit "Milumil HA 1" gefüttert. Dann kamen die Krämpfe: "Unser Kleiner hat den ganzen Tag lang geschrien", wird der Vater in dem Zeitungsbericht zitiert. Das Kind habe solche Schmerzen gehabt, dass es "richtig zusammengekrümmt" gewesen sei. Der Mann kaufte einen weiteren Milupa-Milchersatz und verglich ihn mit dem anderen. "Das Flascherl mit Pulver aus der alten Packung hat voll sauer geschmeckt und war richtig salzig."
Man habe mit den Eltern sofort Kontakt aufgenommen, erklärte Milupa. Das Produkt sei von einem Mitarbeiter abgeholt worden und werde derzeit untersucht. Zwischen den Krämpfen und dem Muttermilchersatz müsse kein Zusammenhang bestehen, so das Unternehmen. Bei Kindern dieses Alters kämen Koliken häufiger vor. Bei dem ersten Fall in Ungarn habe man jedenfalls anhand der veränderten Farbe und des metallischen Geruchs des Pulvers erkannt, dass damit etwas nicht stimmt. Im zweiten Fall sei dem Kind die Nahrung verabreicht worden. Es habe unter Verstopfung gelitten, mittlerweile gehe es dem Baby aber wieder gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieselben Chargen wie in Ungarn in Österreich aufgetaucht sind, sei äußerst gering, betonte Milupa.
Hierzulande habe es vorerst keine Beanstandungen der in Ungarn betroffenen Chargen gegeben, hatte der Hersteller vergangenen Freitag mitgeteilt. Grundsätzlich könne es bei erhöhten Mineralstoffwerten zu vorübergehenden Verdauungsproblemen wie Verstopfung kommen. Beim Verzehr über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tage seien im Extremfall auch Erbrechen oder Durchfall möglich. Bei diesen Symptomen rät das Unternehmen einen Arzt aufzusuchen.
Bei einem deutlich erhöhten Gehalt seien der Geschmack und das Aussehen sehr stark verändert. Es sei "davon auszugehen, dass das Produkt nicht mehr verabreicht wird", so Milupa. Babys werden dieses Pulver höchstwahrscheinlich auch wegen des unangenehmen Geschmacks und Geruchs zurückweisen. Kunden können die Ware kostenlos an die auf der Packung angegebene Adresse retournieren und erhalten dafür Ersatz.
Features
Service
Weitere Informationen am Milupa-Elterntelefon unter 08000-311-756, mailto:elterndienst@milupa.at, für Ärzte am Expertentelefon unter 0800-80-80-02).



















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