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Zuletzt aktualisiert: 01.12.2010 um 14:07 UhrKommentare

Experten empfehlen mehr HIV-Tests

Wessen HIV-Infektion nicht bekannt ist, der kommt auch zu keiner Behandlung. Experten raten dazu, öfter einen HIV-Test machen zu lassen.

Foto © APA

Umgekehrt wird gerade die HIV-Aids-Therapie, welche die erworbene Immunschwäche zunehmend zu einer chronisch verlaufenden Erkrankung macht, immer wichtiger: Sie verhindert auch weitere Infektionen. Anlässlich des Welt-Aids-Tages (1. Dezember) publizierte das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) Empfehlungen für mehr Aids-Tests. Gesundheitsminister Alois Stöger (S) warnte am Mittwoch davor, die Gefahr zu unterschätzen.

Die ECDC-Experten: "Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Zahl der mit HIV infizierten Menschen ständig steigt. In Europa leben geschätzte 850.000 Personen, die infiziert sind. Trotzdem weiß ein Drittel von ihnen nicht, dass sie HIV-positiv sind." Dabei wäre eine rechtzeitige Therapie auch für die Prävention weiterer HIV-Infektionen wichtig: Die Behandlung reduziert die Zahl der Viren Blut bis unter die Nachweisgrenze. Dadurch wird auch das Risiko einer Ansteckung für Partner via sexuelle Kontakte reduziert.

Zahl der HIV-Tests in den USA steigt

In den USA ist man auf dieser "Welle" offenbar bereits unterwegs. Die Zahl der HIV-Tests in den USA steigt. Die Zahl der Erwachsenen, die mindestens einmal in ihrem Leben einen Test machten, lag 2009 bei 45 Prozent, wie aus einer Studie der US-Regierung hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Zwischen 2001 und 2006 waren es lediglich 40 Prozent gewesen. Allerdings gehen noch fast 30 Prozent der Angehörigen von Bevölkerungsgruppen, die besonders von HIV/Aids betroffen sind, nicht zu den Tests. In den USA sind rund 1,1 Millionen Menschen HIV-positiv. Etwa 200.000 von ihnen wissen nicht, dass sie infiziert sind.

"HIV/AIDS ist nach wie vor eine unheilbare Krankheit, die nicht kleingeredet werden darf", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger (S) in einer Aussendung anlässlich des Welt-Aids Tages, "Menschen mit HIV/Aids brauchen unsere Unterstützung und dürfen nicht aufgrund ihrer Erkrankung diskriminiert werden". Man müsse speziell die Entwicklung der Infektionen beobachten.

Bei der Sicherstellung der Behandlung von Aids-Patienten weltweit wäre die Finanzierung des "Global Fund" für die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria durch Staaten und sonstige Geldgeber von entscheidender Bedeutung. Von den rund fünf Millionen Kranken, welche sich derzeit weltweit in Therapie befinden, erhalten drei Millionen Kranke die Medikamente durch Finanzierung (auch) aus dem Fonds, hieß es in einer Aussendung.


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