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Zuletzt aktualisiert: 18.11.2010 um 18:34 UhrKommentare

Jedes zweite Kind raucht passiv mit

Schwere Krankheiten wie Asthma, Lungen- und Mittelohrentzündungen können die Folge sein. Das Land Kärnten startet die Aufklärungskampagne "Schutz vor Passivrauch".

Foto © APA

Kinder sind durch Passivrauch besonders gefährdet. Erstens, weil sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft und dementsprechend auch mehr giftige Substanzen zu sich nehmen als Erwachsene. Zweitens, weil der Passivrauch auch das Immunsystem von Kindern schwächt. Sie leiden um ein Vielfaches öfter an Krankheiten wie Asthma, Atemwegsbeschwerden, Lungenentzündungen und chronischen Mittelohrentzündungen bis hin zur Taubheit. Außerdem steigt das Risiko eines plötzlichen Kindstodes.

Alarmierende Zahlen

Alarmierend sind auch die Kärntner Zahlen: Fast jedes zweite Schulkind ist regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt. Zudem können 23 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer ihre Finger nicht von Zigaretten lassen. Speziell in der Altersgruppe der 20- bis 44-Jährigen ist der Anteil der Raucher mit 38 Prozent - laut dem Kärntner Gesundheitsbericht von 2009 - besonders hoch.

"Mit dem österreichischen Tabakgesetz sind das Rauchen und der Nichtraucherschutz an öffentlichen Orten geregelt", sagt Gesundheitsreferent Peter Kaiser. "Nicht so aber im privaten Bereich. Hier ist der Schutz vor Passivrauch an die Verantwortung und Rücksichtnahme der Mitmenschen geknüpft." Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass Kinder dem Passivrauch in den elterlichen vier Wänden oft hilflos ausgeliefert seien. Ein Beispiel: Verbringt ein Kind nur eine Stunde in einem verqualmten Raum, atmet es gleich viele Giftstoffe ein, als würde es selbst eine Zigarette rauchen. Ist das täglich der Fall, nimmt der Körper des Kindes in kurzer Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf. Zu lüften, reiche bei weitem nicht, denn Stoffe und Möbel reichern sich mit Schadstoffen an.

Und da setzt die Aufklärungs- und Vorsorgekampagne "Schutz vor Passivrauch" des Vereins "Gesundheitsland Kärnten", der Landesstelle für Suchtprävention und des Frauengesundheitszentrums an. Ziel: Erwachsene für das Thema sensibilisieren.

ESTHER FARYS

Termine

20. 11. 2010 in Villach (Atrio) von 9 - 12 Uhr (mit Gesundheitsreferent Kaiser ab 9.30 Uhr).

20. 11. 2010 in Völkermarkt (EKZ InterSpar) von 14 - 17 Uhr

22. 11. 2010 in Völkermarkt (EKZ InterSpar) von 10.30 - 13.30 Uhr (mit Gesundheitsreferent Kaiser ab 13 Uhr)

22. 11. 2010 in Villach (Atrio) von 15.30 - 18.30 Uhr.

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Antenne LHStv. Peter Kaiser: "Schützen Sie Ihr Kind!"

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