Süßkram aus Schultüten gefährdet Zähne und Augen
Bei einem Test von Schultüten beanstandeten die AK-Konsumentenschützer sogenannte Candy Sprays: Die süß-sauren Flüssigkeiten in Sprühflaschen könnten in die Augen gelangen und dort Reizungen verursachen.

Foto © APAZu viel Süßes in Schultüten kann den Kindern schaden
Schultüten gefährden laut einem Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich nicht nur die Zähne und das Körpergewicht, sondern auch die Augen. Die AK hat neun fertig befüllte Schultüten aus Bäckereien und dem Handel untersucht. Der Inhalt sei teilweise gesundheitlich problematisch, so die Konsumentenschützer. Denn in einem einzigen Exemplar können bis zu 500 Gramm Zucker versteckt sein, täglich sollte ein Kind aber maximal 27 Gramm konsumieren. Auch die Kalorienwerte waren mit 498 bis 2.310 kcal - letzteres entspricht laut AK neun Hamburgern - hoch. Der tägliche Energiebedarf eines Volksschulkindes betrage rund 1.800 kcal.
Gefährliche Candy-Sprays
In zwei der getesteten Schultüten fanden die Konsumentenschützer die kritisierten Candy Sprays. Lediglich vier von neuen enthielten eine nicht-süße Beigabe wie einen Luftballon, ein Stofftier oder ein Spiel. Die Preise lagen bei kleinen Packungen (25 bis 30 Zentimeter) zwischen 4,99 und 6,45 Euro, bei den mittleren (50 Zentimeter) machten sie von 7,99 bis 17,95 Euro aus. Bei den Riesen-Ausgaben (70 Zentimeter) schwankten die Preise (9,89 bis 9,99 Euro) kaum. Viele Tüten seien aber nur bis zur Hälfte gefüllt, so die Arbeiterkammer.
AK-Ernährungsberaterin Rita Dornetshuber empfiehlt, Schultüten selbst zu befüllen. Neben gesunden Naschereien wie Müsliriegeln, Fruchtschnitten, Vollkornkeksen oder Obst könne man auch nützliche Kleinigkeiten für den Schulstart - wie etwa Radiergummis oder Stifte - hineinpacken.

















