Test: Zusatzversicherte im Spital besser behandelt
Eine private Zusatzversicherung bringt Patienten Vorteile in Spitalambulanzen. Zu diesem Schluss kommt das Verbraucherschutzmagazin "Konsument" nach einem Test in den größten Krankenhäusern in den Landeshauptstädten.

Foto © KanizajIn Spitalsambulanzen kann eine Zusatzversicherung die Wartezeit verkürzen
"Von 30 kontaktierten Ambulanzen konnten sich die Tester mit einem Hinweis darauf (auf die Zusatz- oder Sonderklasseversicherung, Anm.) immerhin bei neun - also bei fast einem Drittel - einen Vorteil verschaffen", berichteten die Konsumentenschützer. Folglich hielten sich nicht alle Spitalambulanzen an den Grundsatz, dass Privatpatienten und Kassenversicherte gleich zu behandeln seien.
Zwei Testpersonen riefen bei zehn gemeinnützigen Krankenanstalten jeweils drei unterschiedliche Ambulanzen (Allgemeine Chirurgie, Allgemeine Gynäkologie und Allgemeine Orthopädie) im Abstand von zwei bis drei Wochen an. Beide Tester erkundigten sich nach einem Termin für eine Untersuchung. Lag der vorgeschlagene Termin nicht innerhalb der folgenden zwei Werktage, erkundigten sich die Tester nach einem früheren Datum. Bei positivem wie negativem Bescheid gaben sie an, privat versichert zu sein.
Ambulanzen würden dazu neigen, Zusatzversicherten einen Terminvorteil einzuräumen, wenn der Eingriff weniger dringlich ist, zog der "Konsument" Bilanz. Grundsätzlich seien die Wartezeiten von Krankenanstalt zu Krankenanstalt unterschiedlich. Bei Routineeingriffen und wenn keine Präferenz für ein bestimmtes Spital vorliege, lohne es sich, bei mehreren Spitälern anzufragen.

















