Gelenke bleiben erhalten
Auch Kinderrheuma wird mit Biologika behandelt.

Foto © Scheriau/Sujet
Den Entzündungsprozess stoppen und die Zerstörung der betroffenen Gelenke verhindern - das ist auch bei der Behandlung der so genannten juvenilen idiopathischen Arthritis (eine Form der entzündlichen rheumatischen Erkrankung bei Kindern) das primäre Ziel. "Biologika werden längst auch jungen Patienten verabreicht und zeigen hier eine besonders gute Wirkung. In bis zu 75 Prozent der Fälle kommt die Krankheit mit diesen Wirkstoffen zum Stillstand", erklärt Wilhelm Kaulfersch, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Klagenfurt. Ende 2011 soll in dieser Medikamentenklasse auch der Wirkstoff Tocilizumab zur Behandlung jüngerer Patienten zugelassen werden. Allerdings dürfen Biologika in der Rheumatherapie erst verabreicht werden, wenn die Basistherapie (Methotrexat, Antirheumatika, Cortison) zu wenig Wirkung zeigt. Doch gibt es noch offene Fragen, vor allem in Bezug auf die Langzeitwirkung von Biologika. "Wir wissen noch nicht, wie lange wir diese Medikamente verabreichen müssen, um einen lebenslangen Stillstand zu erreichen", sagt Kaulfersch.

















