Heute höre ich auf!
Vom Gelegenheits- bis zum Kettenraucher: Mit der richtigen Methode schafft es jeder. Wie? Das erklärt Hausarzt Herbert Ederer.

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Stressraucher
Sobald ich Stress habe, rauche ich eine Zigarette nach der anderen und bilde mir ein, dass ich danach entspannter an die Arbeit gehe. Mit welcher Methode kann ich dieses Laster am besten loswerden?
EDERER: "Zur Stressbewältigung gibt es bessere Strategien als Rauchen. Bei Ihnen zeigt sich das typische Fehlverhalten als Reaktion auf Belastungsreaktionen. Nutzen Sie das Angebot eines Rauchentwöhnungsprogrammes (www.rauchfrei-dabei.at, siehe dazu auch rechts unten), um mehr über die Hintergründe Ihres Rauchverhaltens zu erfahren."
Kettenraucher
Ich rauche seit 20 Jahren, 40 Zigaretten am Tag, und spüre jetzt die ersten gesundheitlichen Folgen. Mit welcher Methode habe ich die besten Chancen aufzuhören?
EDERER: "Eine professionelle Unterstützung erhöht bei Ihnen die Erfolgschancen für einen Rauchstopp deutlich. Denn die Nikotinabhängigkeit bei starken Rauchern bewirkt meist eine ausgeprägte Entzugssymptomatik, die Rückfälle vorprogrammiert. Neben einem verhaltenstherapeutischen Programm kann in ihrem Fall auch eine medikamentöse Unterstützung mit Nikotinersatzprodukten und/oder dem Wirkstoff Vareniclin hilfreich sein."
Freizeitraucher
Im Büro denke ich nicht einmal ans Rauchen. Wenn ich aber abends ausgehe, kommt es vor, dass ich innerhalb weniger Stunden ein ganzes Päckchen rauche. Wie komme ich davon los?
EDERER: "Rauchen ist nicht nur ein Fehlverhalten, sondern vor allem eine Sucht; wobei die ausgeprägte Abhängigkeit durch Nikotin bewirkt wird, während die Gesundheitsschädigung vor allem durch die Rauchinhaltsstoffe hervorgerufen wird. Je mehr Zigaretten Sie rauchen, desto ausgeprägter die gesundheitlichen Nachteile. Ihnen empfehle ich einen verhaltenstherapeutischen Ansatz zum Aufhören."
Gelegenheitsraucher
"Zur Zigarette greife ich nur, wenn ich in Gesellschaft bin. Meistens sind es nicht mehr als drei am Abend. Wie kann ich mir diese leidige Angewohnheit endlich abgewöhnen?"
EDERER: "Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich. Allerdings gilt auch beim Nikotin: je weniger, desto besser - auch wenn es keine "gesunde" Zigarette gibt. Bei Ihnen ist Rauchen eine reine "Kopfsache", daran sollten Sie bei jedem Zug denken. Vielleicht hilft Ihnen beim Aufhören, wenn Sie bedenken, dass der Qualm auch Ihrem Gegenüber Schaden zufügt."
Wiederholungstäter
Mein Arzt hat mir dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, weil ich vor Kurzem einen Herzinfarkt erlitten habe. Vom Wissen her leuchtet mir das ein, aber eigentlich habe ich Angst, dass ich es wieder einmal nicht schaffe, da ich schon mehrmals vergeblich versucht habe, aufzuhören. Was raten Sie mir?
EDERER: "Schon Mark Twain beschrieb treffend: Mit dem Rauchen aufzuhören ist ganz leicht: Ich habe es schon hundert Mal probiert. Haben Sie also Mut, starten Sie neu durch und lassen Sie sich bei diesem Versuch dabei von Profis unterstützen."


















