Gebietskrankenkasse hängt "am Geld-Tropf"
Die Kärntner Gebietskrankenkasse bekommt heuer 56 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds. Nur so wurde ein Drei-Millionen-Minus verhindert.

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Die Wirtschaftskrise geht auch an der Kärntner Gebietskrankenkasse (GKK) nicht ohne negative Auswirkungen vorbei. Nach Angaben von GKK-Obmann Dietmar Samnitz sind die Beiträge im heurigen Jahr um 0,5 Prozent zurückgegangen, das bedeutet in absoluten Zahlen einen Rückgang von drei Millionen Euro. Kassen-Direktor Alfred Wurzer weiß die Erklärung dafür: "In Kärnten haben wir die höchste Arbeitslosen-Quote von ganz Österreich, Das bedeutet natürlich geringere Einnahmen." Dazu kommt, dass hierzulande 18 Prozent der Bevölkerung Bezieher der Ausgleichszulage sind. Im Österreichschnitt sind es "nur" elf Prozent. Diese Menschen (in Summe 46.000) sind rezeptgebührenbefreit. Das bedeutet, dass die Einnahmen der Kasse fehlen.
Leistungen finanzieren
Obmann Samnitz wird nicht müde, die Politik auf diesen Einnahmen-Entfall hinzuweisen: "Wenn die Politik solche Leistungen verlangt, muss sie auch dafür sorgen, dass sie finanziert werden." Heuer ist es der Kärntner Kasse gelungen, einen Zuschuss in der Höhe von 56 Millionen Euro zu erkämpfen. Für den Ausgleich des Budgets maroder Kassen gibt es einen Ausgleichsfonds beim Hauptverband, den die Kärntner Kasse heuer "angezapft" hat.
Obmann Samnitz: "Noch vor drei Monaten haben wir für 2009 mit einem Defizit von drei Millionen Euro gerechnet. Durch die ausverhandelten Zuschüsse wird es uns heuer gelingen, einen Überschuss zu erzielen. Aber schon im nächsten Jahr müssen wir wieder mit einem Abgang von 10 Millionen Euro rechnen."
Trotz des Minus auf der Einnahmenseite wird die GKK ihre Leistungen nicht schmälern. Wurzer: "Wir haben einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen." Die Ausgaben steigen kontinuierlich. Momentan verzeichnen die Kosten für Medikamente die höchsten Steigerungsraten. Plus acht Prozent sind dafür jährlich zu veranschlagen.
Dabei sind in Zukunft auch auf einem anderen Gebiet höhere Kosten zu erwarten. Wurzer; "Arbeitslose kommen mit ihrer aktuellen Situation nur schwer zu Rande. Deshalb werden die Kosten für Psychotherapie kontinuierlich steigen."

















