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Zuletzt aktualisiert: 25.03.2009 um 11:22 UhrKommentare

Zehn leicht verdauliche Tipps

Warum probiotische Joghurts dick auftragen, welche Lebensmittel den Darm auf Trab halten und was ihn ins Stottern bringt: Zehn Tipps wie Sie Ihre Verdauung in gesunde Bahnen lenken.

Für eine gesunde Verdauung!

Foto © Pixelio/dreams4everFür eine gesunde Verdauung!

Im Lauf eines 80 Jahre dauernden Lebens verarbeitet der Mensch Tausende Kilogramm Nahrung und Tausende Liter Flüssigkeit. Das Verdauungssystem gehört zu den Schwerstarbeitern in unserem Körper – aber falsche Ernährung, Medikamente und andere Belastungen setzen ihm zu. Der Arzt Heinz Hammer, Spezialist für den Magen-Darm- Trakt, hat deshalb zehn leicht verdauliche Tipps parat:

Tipp 1. Hilft probiotisches Joghurt bei Verdauungsproblemen, wie uns die Werbung verspricht? "Diese Produkte lindern durchaus Blähungen und Verdauungsprobleme, enthalten pro Becher rund 140 Kilokalorien. Zunehmen ist vorprogrammiert. Einen halben Kilogramm pro Monat, sechs Kilogramm im Jahr. Alternative: magnesiumhaltiges Mineralwasser."

Tipp 2.Welche Nahrungsmittel halten den Darm in Schwung? "Prinzipiell sind alle Lebensmittel, die Ballaststoffe enthalten, gut für den Darm – also Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Müsli und Salate. Allerdings verträgt sie nicht jeder. Auch Kaffee und Milchprodukte können die Darmtätigkeit anregen. Ausprobieren und auf den Körper hören."

Tipp 3. Leinsamen, Flohsamen oder Dörrzwetschken – wann sollte man natürliche Verdauungshilfen einsetzen? "Damit führt man dem Körper eine konzentrierte Form an Ballaststoffen zu, und Ballaststoffe sind nie falsch, selbst wenn man sie täglich isst. Vorausgesetzt man reagiert darauf nicht mit Blähungen."

Tipp 4. Wann weiß ich, dass mein Verdauungssystem perfekt funktioniert? "Täglich Stuhlgang – damit ist schon viel gewonnen. Im Normalbereich liegt man aber auch mit drei Mal in der Woche. Treten trotzdem Beschwerden auf, sollte man diese von einem Facharzt abklären lassen."

Tipp 5. Ein Glas warmes Wasser am Morgen – kommt der Darm damit leichter auf Touren? "Besser ist ein Frühstück. Denn es gibt den gastrokolischen Reflex. Vereinfacht gesagt heißt das: Sobald oben etwas reinkommt, muss unten Platz gemacht werden. Wer aber keine Lust auf ein Frühstück hat, kann auch mit einem Glas Wasser die Darmtätigkeit anregen."

Tipp 6. Was bringt das Verdauungssystem ins Stottern? "Schokolade, leider. Sie stopft wirklich. Ebenso wie zu viel Fleisch, zu viel Zucker und leicht verdauliche Kohlenhydrate die unter anderem in Weißbrot und Reis enthalten sind."

Tipp 7. Sollte man den Darm regelmäßig entschlacken, mit Glaubersalz zum Beispiel? "Der Darm ist klug genug sich selbst zu helfen. Das heißt: Die Darmoberfläche erneuert sich täglich selbst, ganz von allein. Glaubersalz tut dem Darm nur in kleinen Dosen tatsächlich gut. Zur Orientierung: Erst zwei Tage nach Einnahme sollte der Stuhl weicher werden."

Tipp 8. Fördern Abführmittel tatsächlich die Darmträgheit? "Das Problem sind Präparate, die eine stimulierendeWirkung haben. Damit entleert man den gesamten Dickdarm, somit bleibt der Stuhlgang in den nächsten zwei bis drei Tagen aus. Viele vermuten dabei wieder eine Verstopfung und greifen gleich wieder zu einem Abführmittel. Besser sind wasserbindende Mittel."

Tipp 9. Können auch Medikamente die Darmtätigkeit beeinträchtigen? "Manche Schmerzmittel, Medikamente zur Blutdrucksenkung, zur Behandlung von Parkinson oder Depressionen dämpfen die Darmaktivität und können zu einer Verstopfung führen. Wer bei einer Antibiotikatherapie zu Durchfall neigt, sollte immer ein Joghurt dazu essen. Das schützt die Darmflora"

Tipp 10.Bringt eine Bauchmassage die Verdauung wieder auf Trab? "Durchaus. Wer immer wieder unter diesen Problemen leidet, sollte den Bauch massieren. Mit der flachen Hand und einem leichten Druck im Uhrzeigersinn von rechts unten, hinauf zur Leber massieren, dann wieder links und hinunter."

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Die Darmkrebs-Früherkennung im Rahmen einer Koloskopie ist in die Vorsorgeuntersuchung integriert.

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Ab dem 40. Lebensjahr sollte man ein ärztliches Gespräch über erbliche Vorbelastungen/ Erkrankungen, wie eine chronische entzündliche Darmkrankheit führen. Eine Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl sollte man ebenso machen lassen.

Vorsorge ab 50

Ab 50 empfiehlt sich eine Koloskopie (alle sieben bis zehn Jahre).

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