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Zuletzt aktualisiert: 25.02.2009 um 11:08 UhrKommentare

Verschluckte Knopfbatterien müssen sofort raus

Sonst drohen schwere Schleimhautverätzungen.

Foto © APA

Wenn Kinder kleine Gegenstände verschlucken, ist das in aller Regel nicht weiter schlimm. Die verschluckten Teile wandern durch den Magen in den Darm, um wieder ausgeschieden zu werden. Anders verhält es sich mit Knopfbatterien: Wenn diese im Mund eines Kindes verschwinden, sollten Eltern sofort ein Krankenhaus aufsuchen. "Knopfbatterien können sich im feuchten Milieu der Speiseröhre und des Magens entladen und zu Schleimhautverätzungen führen", warnt der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler.

Giftige Inhaltsstoffe. Bereits innerhalb von vier Stunden habe die Magensäure die Batterieoberfläche beschädigt, so dass giftige Inhaltsstoffe wie Cadmium, Quecksilber und Blei sowie ätzende Lauge austreten könnten. Solange sich der Fremdkörper noch im Magen befinde, könne er endoskopisch entfernt werden. Später sei eine Operation erforderlich.

Warnhinweise. Ein besonderes Risiko bestehe bei Batterien, deren Durchmesser eineinhalb Zentimeter überschreite, da sie dann in der Speiseröhre stecken bleiben könnten, erklärt Fegeler: "Batterien, die in der Speiseröhre hängen geblieben sind, können innerhalb kürzester Zeit durch Entladung zu Schleimhautverbrennungen mit schweren Spätfolgen wie Narben und Verengungen führen." Sie müssten deshalb innerhalb kürzester Zeit entfernt werden. Beschwerden wie vermehrter Speichelfluss, Würgereiz, Erbrechen und Atemnot könnten Warnhinweise sein.

Auf keinen Fall eintropfen. Meist stecken Kinder zwischen einem halben und zwei Jahren Gegenstände in den Mund. Doch selbst Jugendliche haben schon beim Basteln Knopfbatterien mit den Zähnen oder Lippen gehalten und sie dann versehentlich geschluckt. "Auch wenn kleine Kinder Knopfbatterien in die Nase oder ins Ohr schieben, können diese schwere Schäden verursachen", warnt der Experte. Eltern sollten in diesem Fall auf keinen Fall Nasen- oder Ohrtropfen einträufeln, da diese zu noch schwereren Verletzungen führen könnten.


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