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Zuletzt aktualisiert: 23.12.2008 um 09:10 UhrKommentare

Hausstaubmilbenallergie: Im Bett mit "reizenden" Biestern

Wann die Hausstaubmilbenallergie behandelt werden sollte, welche Therapien wirken und wie Sie die Spinnentiere in Schach halten.

In jeder Matratze nisten zig Tausende Milben

Foto © www.flickr.com/ mollypopIn jeder Matratze nisten zig Tausende Milben

Allein ist man im Bett nie - so viel ist sicher. Wenn es schon nicht der Partner ist, der sich auf der anderen Bettseite wälzt, dann sind es zumindest zig Tausende Milben, die in der Matratze nisten. Denn genau dort finden die mikroskopisch kleinen Spinnentierchen die optimalen Lebensbedingungen: ein feucht-warmes Klima, Dunkelheit und genug Nahrung in Form von Hautschuppen und Haaren. Hochsaison haben die Biester vor allem in der Heizsaison, also jetzt.

Es sind nicht die Milben selbst, die eine Allergie auslösen können, sondern ihre Hinterlassenschaften: "Probleme macht Hausstaub-Allergikern der Milbenkot, der Eiweiß enthält und beim Einatmen eine allergische Reaktion auslösen," erklärt Werner Aberer, Vorstand der Klinik für Dermatologie und Venerologie an der Meduni Graz.

Konsequente Therapie. Die Allergie äußert sich vor allem am Morgen mit tränenden, verklebten Augen, einer laufenden oder verstopften Nase und Niesreiz. "In zirka der Hälfte aller Fälle entwickelt sich aus einer Hausstaubmilbenallergie allerdings Asthma", warnt der Allergologe. Wichtigste Sofortmaßnahme: die Sanierung des Wohnraums (siehe dazu Infobox rechts). Eine Hyposensibilisierung zur Besserung der Symptome in Form einer Spritzenkur empfiehlt der Mediziner in einem möglichst frühen Stadium: "Nur so kann eine Ausweitung der Allergie auf die unteren Atemwege verhindert werden." Entscheidend ist allerdings eine konsequente Durchführung dieser Therapie, die drei Jahre dauert. Und: "Am Therapietag sollte der Patient körperliche Anstrengungen vermeiden, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten," betont der Mediziner.

Eine Alternative zu den monatlichen Spritzen: Tropfen, die unter die Zunge geträufelt werden und in der Wirkung mit der Spritzenkur durchaus mithalten können - wie Studien bestätigen.

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Sofortmaßnahmen

Schlafplatz sanieren. Matratzen mit speziellen Überzügen, die "milbendicht" und gleichzeitig atmungsaktiv sind. "Bei der Auswahl auf die Qualität achten", rät Aberer.
Frische Luft. Auch im Winter wenigstens zwei Mal täglich fünf Minuten lang lüften.
Nicht zu feucht. Die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum sollte zwischen 30 und 40 Prozent liegen. Luftbefeuchter von Heizkörpern entfernen.
Temperatur drosseln. Die Raumtemperatur sollte maximal 22 Grad betragen. Im Schlafzimmer sollte es nicht mehr als 19 Grad haben.

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