Wie der Winter der Medizin hilft
Von den Augen bis zu den Krampfadern: Warum für viele Operationen jetzt die beste Zeit ist.

Foto © APABei Operationen in der kalten Jahreszeit fallen Kreislaufprobleme weg
Das große Zittern hat begonnen, die Temperaturen purzeln, die Kilos fliegen einem zwischen Makronen und Marillenpunsch förmlich zu, die Leistungsfähigkeit sinkt, die Müdigkeit steigt. Der Winter hat aus medizinischer Sicht jedoch Vorteile. Warum? Weil es Eingriffe gibt, die nun am effektivsten sind.
Die Testphase. "Jetzt ist die ideale Zeit für Hautuntersuchungen", sagt die Dermatologin Daisy Kopera und nennt Muttermal-Checks oder Venen-Funktions-Tests.
Narben heilen schneller. Ist die Diagnose einmal gestellt oder ein verdächtiges Muttermal aufgetaucht, rät sie auch dazu, es sich im Winter entfernen zu lassen. Denn: "Alle Eingriffe, die Narben an Stellen hervorrufen, die dem Licht ausgesetzt sind, sollte man von Dezember bis Februar durchführen", betont sie und meint etwa Laser-Behandlungen bei Altersflecken oder andere kosmetisch-ästhetische Eingriffe. Warum? Weil man frische Narben nicht der Sonne aussetzen sollte.
Lange Hosen schützen besser. Noch ein Vorteil: "Nach einer Krampfadern-Op müssen Sie danach für mehrere Wochen Kompressionsstrümpfe tragen." Im Winter ist das angenehmer, weil man erstens weniger schwitzt, und zweitens sich die Strümpfe unter langen Hosen verstecken lassen.
Sonnenschutz. Für alle, die den Winter wegen ihrer Sonnenunverträglichkeit schätzen, hat Kopera noch einen Tipp: Eine UVA-Therapie im "medizinischen Solarium" ab Anfang Jänner schützt sie ein Jahr lang davor.
Features
Immuntherapie
Wer an einer Gräserpollen-
Operationen
Ein Eingriff, der nicht akut ist und länger planbar ist, hat im Winter durchaus Vorteile. "Weil es dann vielleicht kreislaufmäßig bei älteren Personen weniger zu Problemen kommt, als im Sommer", betont der Chirurg Heinz Bacher. Spezielle Operationen wie Venenkorrekturen oder Hämhorriden sind für die Patienten nun angenehmer.

















