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    Zuletzt aktualisiert: 06.10.2008 um 15:28 UhrKommentare

    Podotherapie: Einen Gang aufrechter schalten

    Probier's mal mit Podotherapie! Ein neues Einlagen-Konzept berücksichtigt das Gangbild und die gesamte Haltung.

    Auf die Füße kommt's an

    Foto © www.flickr.com / joshme 17Auf die Füße kommt's an

    Am Anfang steht das Fußproblem, genauer gesagt eine Fehlstellung. Am Ende kann es zu Kiefer-Fehlstellungen, Nackenschmerzen, Problemen in den Hüften, im Rücken, der Bandscheibe oder in den Knien kommen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch nicht immer rückgängig zu machen.

    Kettenreaktion. Das ist aus Sicht der Physiotherapeutin, Osteopathin und Podotherapeutin Gertrude Frieß ärgerlich. "Gerade wenn die Ursache für Beschwerden am Fuß liegt, kann man sehr viel ändern."

    Fußgewölbe. Wichtigster Problemverursacher ist das Fußgewölbe, das normalerweise wie ein Marionettenspieler die Fäden, also die Bänder und Muskeln aufrecht zieht, um unseren Körper in den Kampf gegen die Schwerkraft zu schicken.

    Fehlstellungen. Erschlaffen Sehnen und Muskeln, sinkt das Fußgewölbe ab, kann das Fehlstellungen (wie etwa einen Knick-, Senk- Platt- oder Spreizfuß) hervorrufen und gleich eine Kettenreaktion im ganzen Körper auslösen - um eine einigermaßen aufrechte Haltung zu gewährleisten.

    Einlagen. Wie reagiert nun die Orthopädie auf Probleme wie diese? Sie verordnet Einlagen. So genannte passive Einlagen, die den Fuß in seiner Fehlstellung stützen. Frieß: "Dabei gilt meist: Einmal Einlage, immer Einlage."

    Aktive Einlagen. Das Konzept der Podotherapie, die auch Podologie genannt wird, setzt nun nicht am kranken, sondern am gesunden Fuß an - mittels so genannter aktiver Einlagen. Das heißt, der Fuß muss arbeiten. "Ziel ist es, dass der Patient irgendwann keine Einlage mehr braucht."

    JULIA SCHAFFERHOFER

    Podotherapie

    Der Name stammt von einem Podogramm ab, das Druckstellen im Körper zeigt. Die in Österreich noch unbekannte Therapie wird oft von Physiotherapeuten, Osteopathen, Orthopäden oder Sportärzten angewandt.
    Kosten. 250 Euro für die gesamte Einlage, inklusive Sohlen.

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