Stoffwechsel: Wie man ihn auf Touren bringt
Stoffwechsel: Warum man im Alter leichter zulegt und wie man Speckröllchen ein Schnippchen schlägt.

Foto © www.flickr.com / 37HzBewegung kurbelt den Stoffwechsel an
Ein paar Kilo mehr auf der Waage, als noch vor einem halben Jahr? Wohl zu oft über die Stränge geschlagen? Nicht unbedingt. "Schuld an der schleichenden Gewichtszunahme ist vielmehr der Stoffwechsel, der ab dem 30. Lebensjahr das Tempo drosselt und weniger Kilokalorien braucht", erklärt Anna Eisenberger, Diätologin am Grazer LKH.
Bewegung ins Leben bringen. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich die Körperzusammensetzung. "Wassergehalt, Knochen- und Muskelmasse nehmen ab, der Körperfettgehalt aber zu." Erkennbar an den Speckröllchen, die sich vorzugsweise um die Leibesmitte ansiedeln. Die meisten Frauen nehmen diese Veränderung am deutlichsten nach dem Wechsel wahr, wenn sich die Östrogen-Produktion vermindert. Adieu, schlanke Taille! Die effektivste Gegenstrategie: Kilokalorien reduzieren und Bewegung ins Leben bringen - am besten ab dem 30. Lebensjahr. "Ab diesem Zeitpunkt braucht der Körper täglich um 150 Kilokalorien weniger, mit dem 50. Lebensjahr sind es dann schon 400", sagt Eisenberger. Nur an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sollte man jetzt nicht sparen.
Keine Radikaldiäten. Auf keinen Fall Radikaldiäten durchziehen, selbst wenn sie sich das Etikett Stoffwechseldiät umhängen. "Allesamt ungesund!", kommentiert die Expertin. Keine Wunderwaffen im Kampf gegen den Speck sind übrigens Enzyme von Ananas oder Papaya. "Sie zerfallen im Magen bevor sie zu den Fettzellen gelangen können." Deshalb lautet das Motto: Ein Apfel legt weniger an als ein Apfelstrudel - die Waage dankt.
Karottensaft. Macht munter: Pro Person drei große Karotten pressen, 1 Tropfen Distel-(oder Oliven)öl dazu und sofort trinken.
Trauben. B-Vitamine möbeln auf: Morgens rote Weintrauben essen.
Tagsüber. Immer wieder bewusst aufrichten, tief in den Bauch atmen und den Kopf wie an einer unsichtbaren Schnur nach oben ziehen.
Kräuter. Ballaststoffreiche und verdauungsfördernde Kräuter sind Basilikum, Borretsch, Dill, Kresse, Majoran, Fenchel, Kerbel und Salbei. Frisch ernten, eine Hand voll über den Salat streuen.
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Wissenswert
Als Stoffwechsel oder Metabolismus werden unterschiedliche Vorgänge im Körper verstanden wie etwa Atmung oder Ernährung. Er steht für den Aufbau, Umbau und auch den Erhalt der Körpersubstanz wie auch für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Es wird dabei zum Beispiel zwischen Energie-, Eisen-, Aminosäure oder Glukosestoffwechsel unterschieden.

















