Das Schnitzel soll nicht mehr schreien
Die Kärntner Tierproduktion steht vor neuen Herausforderungen. Tierschutz und Regionalität sind gefragt.

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Ihre Tierliebe lassen sich die Österreicher jährlich mehrere Millionen Euro kosten. Jedes Jahr werden geschätzte 400 Millionen Euro für Hunde und Katzen ausgegeben. Aber wie es dem Schnitzel, dem Frankfurter, dem Steak vorher ergangen ist, das blendeten die meisten aus. Bisher.
Das Wohlergehen der Tiere wird den Konsumenten zunehmend wichtig. Wichtiger noch als der Umweltgedanke. Das war eines der interessantesten Zukunftsszenarios auf dem gestrigen Agrar-Symposium in Klagenfurt, das die Raiffeisen Bank und Unser Lagerhaus veranstalteten.
Stark in Rinderproduktion
Die Kärntner Tierproduktion erzielt pro Jahr 220 Millionen Euro Wertschöpfung. 20 Prozent des in Österreich gemästeten Geflügels stammt aus Kärnten. Wegen der Bergkulisse ist unser Land aber auch stark in der Rinderproduktion: Nur drei Regionen in ganz Europa haben hierbei einen ähnlich hohen Wertschöpfungsabteil. Wie kann sich dieser wichtige Teil der landwirtschaftlichen Produktion also wappnen?
Indem er zum Beispiel die betäubungslose Ferkelkastration ablehnt, die in Deutschland heftig diskutiert wird. Dort macht der Tierschutzbund gerade mit einer herben Kampagne darauf aufmerksam: "Fühl dich wie ein Schwein" ist der Titel eines Plakates mit einem muskulösen Mann als Motiv, der sich ein blutverschmiertes Tuch vor den Penis hält. Zwar bekennt sich der Verband Österreichischer Schweinebauern seit Jänner zur Gabe von Schmerzmitteln. Doch Referent Heinz Schweer vom deutschen Fleischverarbeiter Vion betont noch einmal die Relevanz: "Der Markt wartet nicht."
Regionale Erzeuger unterstützen
Auch Projekte mit Stroh-"Spielzeug" für Schweine sind bereits im Laufen. Daneben bleibt Regionalität das Zukunftsthema bei der Lebensmittelproduktion. Schon 83 Prozent der Konsumenten wollen wissen, woher Fleisch kommt. Ihr Hintergedanke ist dabei weniger die bessere Qualität, sondern, dass die Leute die regionalen Erzeuger unterstützen wollen. Laut Martin Greßl von der AMA: "Regionalität macht das Produkt abgrenzbar und knapp." Das sind zwei Mehrwerte am globalisierten Fleischmarkt, auf dem das amerikanische Fleisch immer günstiger bleiben wird als das europäische.
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Nicht nur das Plakat, auch das Video der Kampagne ist aufrüttelndFoto © Tierschutzbund.de










