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Zuletzt aktualisiert: 22.09.2010 um 21:15 UhrKommentare

Therapeuten auf vier Pfoten

Im Seniorenheim in Sekrin wurde erstmals eine Abschlussprüfung für Therapiehunde abgehalten. Nach monatelanger Ausbildung traten elf Teams traten mit neun Vierbeinern an.

Therapiehunde vermitteln Wärme und Lebensfreude

Foto © FotoliaTherapiehunde vermitteln Wärme und Lebensfreude

Hunde schrecken sich nicht vor Alter, Krankheit oder Behinderung. Haben sie eine liebevolle Erziehung genossen, verhalten sie sich Menschen gegenüber rücksichtsvoll und freundlich. Und Menschen - vor allem solche, die beeinträchtigt sind oder sich allein fühlen - können gerade mit Tieren manchmal besser in Kontakt treten als mit anderen Menschen.

Therapiehunde werden in Kärnten bereits seit einiger Zeit ausgebildet. Jetzt fand allerdings erstmals die Therapiehunde-Abschlussprüfung in unserem Bundesland statt - und da gleich in einem besonderen Rahmen, nämlich in der Seniorenheimstätte in Sekirn. Leiterin Liselotte Lettner schätzt Therapeuten auf vier Pfoten so sehr, dass sie auch ihren eigenen Hund ausbilden ließ.

Stress aushalten

"Elf Teams sind mit neun Hunden angetreten", sagt die Trainerin Cornelia Lorenz über die Prüfung, die unter ÖKV-Patronanz abgehalten wird. Nach einer Ausbildung, die vier bis sechs Monate dauert, müssen Hundeführer und Vierbeiner in Theorie und Praxis beweisen, dass sie für die Arbeit etwa mit Pflegeheimbewohnern geeignet sind. "Der Hund muss mit Klienten umgehen können, die auf Krücken gehen oder im Rollstuhl sitzen. Er muss aber auch Stress aushalten", nennt Lorenz einige Kriterien für das Bestehen der Abschlussprüfung. In der Seniorenheimstätte in Sekirn konnten alle Prüflinge das erworbene Können gleich in der Praxis zeigen.

In Seniorenheimen können Tiere als Therapeuten eine wichtige Rolle spielen. Sie vermitteln Menschen mit Depressionen, Ängsten, Traumatisierungen oder Demenzerkrankungen Wärme und Lebensfreude. Die Heimbewohner nehmen plötzlich wieder mehr Anteil an ihrer Umgebung.

ULRIKE GREINER

Ausbildung

In Kärnten bietet der Allgemeine Hirten- und Hütehunde-Club (AHHC) die Ausbildung von Therapiehunden an. Geprüft wird nach Vorgaben des Österreichischen Kynologenverbandes. Am Beginn jeder Ausbildung steht ein Eignungstest. Die nächsten Tests finden im Herbst statt. Nähere Informationen gibt es bei Cornelia Lorenz (Tel.: 0699/ 199 144 99) oder unter www.therapiehunde.org.

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