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Zuletzt aktualisiert: 01.10.2008 um 16:14 UhrKommentare

Experten warnen vor Kauf von illegalen Hundebabys

Hundewelpen sind ein gutes Geschäft, vor allem für illegale Händler: Doch wer beim Welpenkauf nur auf den Preis schaut, tut sich und dem Hund nichts Gutes.

Gut geschützt bei der Mutter - nicht jedem Hund ist das vergönnt

Foto © Österreichischer KynologenverbandGut geschützt bei der Mutter - nicht jedem Hund ist das vergönnt

Sie sind klein, handlich und lassen sich gut und illegal quer durch halb Europa kutschieren: Hundewelpen. Anfang Oktober wurde in der Oststeiermark von der Polizei ein illegaler Welpentransport aus der Slowakei gestoppt. Der Transport sollte ursprünglich nach Spanien gehen. Bei der Kontrolle stellten die Behörden fest, dass die Pässe der Hunde gefälscht waren: Laut den Dokumenten sollen die Welpen bereits 17 bis 18 Wochen alt gewesen sein. Der verständigte Amtstierarzt stellte allerdings fest, dass die Hunde viel jünger sind.

Welpenhandel kein Einzelfall. Der Handel mit den Tieren ist kein Einzelfall, wie auch die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" berichtet: Nach wie vor werden unzählige Welpen in Ungarn und anderen osteuropäischen Ländern gezüchtet und für den Verkauf auf Parkplätzen, in Hinterhöfen und über Anzeigen im Internet oder in Medien nach Österreich geschmuggelt, so die Tierschützer in einer Presseaussendung. In den großen Massenzuchtanlagen in Osteuropa gebären die Muttertiere in viel zu kurzen Abständen. Ausgelaugt und geschwächt leben sie isoliert unter schlechten Bedingungen, schildert man die katastrophalen Umstände der illegalen Zucht.

Die Folgen sind dramatisch: Die Hunde werden durch die extrem frühe Trennung vom Muttertier krankheitsanfällig, auch fehlen meist sämtliche Impfungen. Zwar gilt in Österreich seit Anfang des Jahres eine Novelle des Tierschutzgesetztes, das der Hundemafia das Handwerk legen soll, doch noch immer blüht der Handel mit illegalen Hundewelpen. Dabei ist der Kauf solcher Hundebabys auch für den Käufer meist ein Schlag ins Wasser: Die Tiere sind oft nachhaltig traumatisiert, da sie durch die frühe Trennung nicht ausreichend sozialisiert wurden.

Gut informieren. Der Österreichische Kynologenverband rät, sich genauestens über die Herkunft von Hundewelpen zu erkundigen. Jeder Welpe verdient größtmögliche züchterische Sorgfalt vom ersten Lebenstag an, die vertrauensbildende Gegenwart des Muttertiers und einen wohlüberlegten Wechsel in die spätere Familie", warnen die Experten eindringlich.


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Hundekauf ist eine schwere EntscheidungFoto © Tieranwalt.at

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