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    Zuletzt aktualisiert: 25.09.2012 um 20:39 UhrKommentare

    Ärger nach Treibjagd auf Enten

    Weststeirer beobachtete Treibjagd auf Wildenten in ÖBB-Areal in Grub. Tierschutz erstattete Anzeige. Bezirksjägermeister spricht von schiefer Optik und möglicher Krankheit.

    Bei dem ÖBB-Abkühlbecken fand eine Treibjagd auf Enten statt

    Foto © KKBei dem ÖBB-Abkühlbecken fand eine Treibjagd auf Enten statt

    Es war wie eine Bundesheer-Schießübung. Die Jäger haben den Teich umstellt, die Wildenten aufgescheucht und dann alle runtergeballert", ist Johann Hiebler verärgert. "Sie haben geschossen wie die Verrückten." Er hatte diese Treibjagd am Sonntag vor einer Woche bei einer von den ÖBB angelegten Teichlandschaft in Grub bei Groß St. Florian beobachtet. 15 Jäger waren daran beteiligt. Etliche der erschossenen Enten sollen in umliegende Äcker oder in den Teich gefallen sein, einige Tiere seien verwundet worden.

    Vergangenen Sonntag entdeckte Hiebler dann bei einem Spaziergang eigenen Angaben zufolge "10 bis 15 tote Wildenten im Wasser oder am Ufer" sowie zwei verletzte Tiere in dem Areal. Der Weststeirer schaltete den "Aktiven Tierschutz Steiermark" ein. Dieser erstattete nach einem Lokalaugenschein Anzeige gegen die Jägerschaft. Präsident Herbert Oster spricht von einem "bestialischen Tatbestand": "Es ist eine fragwürdige Leistung, auf Enten zu schießen, die sich schwimmend auf einem Teich befinden und von den Mördern zuvor noch gefüttert wurden."

    Natürlicher Tod?

    Bezirksjägermeister Johann Krinner bestätigt den Vorfall: "Es schaut optisch ganz schlecht aus. Das Ganze ist dumm gelaufen." Die Jäger seien angehalten, so zu schießen, dass getroffene Tiere auf den Boden (und nicht in ein Gewässer) fallen würden. Er hätte die Jäger gebeten, die Kadaver einzusammeln. Einige der toten Tiere ließ er nun an das Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen in Mödling einschicken. Zudem entnahm Krinner Wasserproben. Er vermutet nämlich, dass viele der Enten an einer Krankheit und nicht der Bejagung verstarben. "Es gibt den Verdacht auf Botulismus. Und das ist absolut tödlich. Ich möchte auf jeden Fall geklärt haben, ob die Tiere Schrot in ihrem Körper haben."

    Ein Experte für Wildkrankheiten ist der Murauer Amtstierarzt Armin Deutz: "Entensterben aufgrund von Krankheiten gibt es immer wieder, etwa im Seewinkel." Ob die Enten im konkreten Fall an Botulismus verstorben seien, könne er allerdings nicht sagen - man müsse die Untersuchungen der Kadaver abwarten. Gerhard Harer, Projektleiter bei den ÖBB und damit auch verantwortlich für den als Abkühlbecken genützten Teich, schließt die Krankheitsversion allerdings aus: "Die Enten sind wohl an einem gehörigen Maß an Bleivergiftung gestorben." Tote Tiere wären der ökologischen Bauaufsicht nämlich schon zuvor aufgefallen. Mit der Jagd auf dem (teils eingezäunten) Gebiet hat man bei den ÖBB keine Freude: Man werde nun die Rechtslage prüfen.

    THOMAS WIESER

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