"Hermann" gönnt sich ein kühles Bad
Zwischen Kamelen, Dromedaren, Lamas, Guanacos und Emus genießt nun auch Wasserbüffel "Hermann" bei den Schobers in Ratschendorf sein tierisches Dasein.
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Genüsslich suhlt sich Hermann in seinem "Pool" und gibt dabei zufrieden grummelnde Laute von sich. "Jetzt fühlt er sich so richtig wohl", freut sich Irmgard Schober. Gemeinsam mit ihrem Mann Herbert hat die tierliebe Ratschendorferin den rund 1000 Kilogramm schweren Wasserbüffel vor wenigen Tagen auf ihren Kamel- und Lamahof bei Pechmann's alter Ölmühle geholt. Und damit haben sie das erst sechs Jahre alte handzahme Schwergewicht vor dem Schlachthof gerettet. "Er ist ja auch wirklich ein ganz Lieber", lacht Irmgard Schober und steckt dem Wasserbüffel ein paar Äpfel zu.
Ganz reibungslos ist die Ankunft von "Hermann" in Ratschendorf allerdings nicht verlaufen. Immerhin hatte Familie Schober von dem Zirkus, von dem der Wasserbüffel übernommen wurde, die Information, dass eine Gemeinschaft mit Kamelen kein Problem sei. Beim ersten Kontakt hat sich dann jedoch herausgestellt, dass "Hermann" kein Freund von Kamelen ist. "Da müssen wir was falsch verstanden haben, denn da ging's rund und den Stall hat er auch gleich zerlegt", schmunzelt Schober. Mittlerweile teilt sich der massige Wasserbüffel sein Gehege jedoch mit Yak "Tipo" - und diese Wohngemeinschaft funktioniert bestens und total friedlich.
Während Irmgard Schober von dem mächtigen tierischen Neuzugang erzählt, genießt selbiger immer noch sein Bad. Tierische Zaungäste in Form der Gehege-nachbarn - unzählige neugierige Lamas und Guanakos - haben unweit Stellung bezogen und beobachten das nasse Vergnügen mit großem Interesse. "Bei dem Zirkus hat man gut auf Hermann geschaut, aber er hatte natürlich kein Wasserloch, er wurde nur mit dem Wasserschlauch abgespritzt. Deshalb haben wir auch sofort ein Loch graben lassen, das die Feuerwehr Ratschendorf mit Wasser befüllt hat. Und das gefällt ihm total, er badet wirklich stundenlang darin", schildert Schober.
Zu seinem Namen ist der Wasserbüffel übrigens gekommen, weil er laut Familie Schober "halt einfach ausschaut, wie ein Hermann". Selbiger hat mittlerweile übrigens sein Bad beendet und gönnt sich gemeinsam mit "Tipo" ein paar Grasbüschel.













